Veranstaltungen

Dienstag, 13.10.2026 um 19.00 Uhr

Lesestunde | »Ehrensachen« (Louis Begley)

Buchbesprechung mit Hedda Pauli und Heinz-Peter Katlewski

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Suhrkamp Verlag

Harvard, Anfang der fünfziger Jahre: Wo die Sprösslinge der Ostküstenelite ihre soziale Stellung einüben, zählen vor allem Stil, Prestige und die Einladungslisten der wichtigen Partys. Herkunft ist alles, doch Henry, ein rothaariger und obendrein schlecht angezogener Schlaks aus jüdischer Familie, hat nur Talent vorzuweisen, anders als seine Zimmergenossen Sam und Archie, die aus reichen Elternhäusern stammen.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat, organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Unser aktuelles Jahresprogramm finden Sie hier.

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de

Dienstag, 10.11.2026 um 19.00 Uhr

Lesestunde | »Der Rabbi von Bacharach« (Heinrich Heine)

Buchbesprechung mit Herbert Uerlings

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Culturea Verlag

1840 wurde die Erzählung mit einem wahrscheinlich neu geschriebenen dritten Kapitel als Fragment veröffentlicht.
Sie wird teilweise als Roman eingestuft.
Heine verarbeitete darin die Ritualmordlegende um die Wernerkapelle von Bacharach, antisemitische Pogrome im mittelalterlichen Spanien und antisemitische Angriffe, die er selbst als Student erlebt hatte.
Die Diskussionen um die Judenemanzipation und um eine etwaige Assimilation der deutschen Juden, in die Heine dort verwickelt war, spiegeln sich in einer Debatte zwischen der Titelfigur und dem spanischen Philosophen Don Isaak Abrabanel im dritten Kapitel wider.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat, organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Unser aktuelles Jahresprogramm finden Sie hier.

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de


Veranstaltungen (Archiv)

Samstag, 02.11.2019 um 19.30 Uhr

Kölner Museumsnacht 2019

Ausstellung und Filme

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz

Am Samstag, 2. November 2019 nimmt der Lern- und Gedenkort Jawne wie jedes Jahr mit einem spannenden Programm an der Kölner Museumsnacht teil – Sie sind herzlich eingeladen!

© Yasmin Friedrichs, Robert-Schuman-Institut Eupen
© Lern- und Gedenkort Jawne

Programm

19.30 Uhr

Eröffnung der Kunstausstellung »Stimmungsbilder zu Kindertransporten« mit Schülerinnen und Schülern des Robert-Schuman-Instituts in Eupen
1938/39 konnten fast 1.000 jüdische Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Österreich mit Kindertransporten nach Belgien ausreisen. Diese Rettungsgeschichte ist bis heute in Deutschland fast unbekannt. Seit mehreren Jahren forscht der Lern- und Gedenkort Jawne zu diesem Thema und bereitet eine große Ausstellung vor, die Ende November 2019 eröffnet wird.

Auf Anregung des Lern- und Gedenkorts Jawne haben sich Schülerinnen und Schüler des Robert-Schuman-Instituts im belgischen Eupen im Kunstunterricht mit den Kindertransporten nach Belgien auseinandergesetzt. Besonders wichtig waren für sie dabei Gespräche mit dem Brüsseler Zeitzeugen Henry Roanne-Rosenblatt, ehemals ein Kindertransportkind aus Wien. Erstmals wurden die Bilder und Filme am 27. Januar 2019 bei der Einweihung einer Kindertransportskulptur in Herbesthal gezeigt, dem ehemaligen Grenzbahnhof zwischen Deutschland und Belgien. Nun kommen sie nach Köln.

21.00 Uhr

Film: Präsentation von Kurzfilmen aus dem Kunstprojekt des Robert-Schuman-Instituts in Eupen

23.00 Uhr

Film: Kichka. Life is a Cartoon. Ein Film von Delfina Jalowik und Jürgen J. Kaumkötter, 2018
Der Film wird präsentiert in Kooperation mit dem Zentrum für verfolgte Künste Solingen. Nähere Informationen zum Film finden sich auf der Website des Zentrums.

Donnerstag, 17.10.2019 um 19.00 Uhr

Stimme und Atem – Out of Breath, Out of Mind

Lesung und Gespräch mit Peter Wortsman

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz

Peter Wortsman (© Ricky Owens)

In mir lebt ein ungeborener Dichter deutscher Sprache, schreibt der 1952 in New York geborene Sohn österreichisch-jüdischer Emigranten, Peter Wortsman. Erzogen wurde er »sprachverwirrt«, d.h. zweisprachig in Deutsch und Englisch. So erscheint es nur folgerichtig, dass er literarischer Übersetzer und Schriftsteller wurde.

Im Berliner Verlag PalmArtPress erscheint im Oktober 2019 sein neues deutsch/englisches Buch Stimme und Atem – Out of Breath, Out of Mind. In seinen teils quasi-autobiographischen, teils albtraumhaften Erzählungen, zumeist ursprünglich auf Deutsch geschrieben und danach vom Autor selbst ins Englische übertragen bzw. adaptiert, erschafft Peter Wortsman ein verlockendes, wenn auch verstörendes Bildnis, nicht nur seines Selbst, sondern auch unseres zersplitterten Zeitalters.

Eine Veranstaltung der Bibliothek Germania Judaica und des Lern- und Gedenkorts Jawne in Kooperation mit dem US-Generalkonsulat Düsseldorf.

Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 17.01.2019 um 19.00 Uhr

Das Deportationslager Köln-Müngersdorf

Vom »vergessenen« Ort des NS-Terrors zum würdigen Gedenkort

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz


Das Foto ist eines von nur zwei existierenden Bildern des Lagers. Es zeigt einige Frauen die in den Gewölben des »Fort V« leben mussten und vermittelt einen Eindruck von den ärmlichen Verhältnissen, denen die Menschen dort ausgesetzt waren. (Foto: Synagogengemeinde Köln)

Kaum ein Ort in Köln ist mit der Entrechtung, Deportation und Ermordung der jüdischen Bevölkerung so eng verbunden wie das ehemalige »Judenlager Müngersdorf«, das Ende 1941 in den Kasematten des »Fort V« (aus den 1870er Jahren stammende preußische Befestigungsanlage) und als dort in der Nähe gelegenes Barackenlager existierte. Das Lager wurde 1941 von der Stadt Köln in Abstimmung mit der Gestapo als Lager für die zu diesem Zeitpunkt noch verbliebene jüdische Bevölkerung Kölns und der Umgebung geplant und errichtet. Zwangsfinanziert wurde es aus dem Vermögen der jüdischen Gemeinde, die mehrere hunderttausend Reichsmark zur Verfügung stellen musste.
 
Das Lager Müngersdorf war die »Endstation« vor der endgültigen Deportation der Juden im Großraum Köln. Es wird davon ausgegangen, das etwa 4.000 bis 5.000 Personen in dem Lager lebten bzw. durchgeschleust wurden, bevor sie vom Bahnhof Deutz-Tief aus den Weg in die Vernichtungslager in Osteuropa antreten mussten.

Gegen Ende des Krieges wurde das Gelände auch als Arbeitserziehungslager (AEL) unter dem berüchtigten Lagerleiter Heinrich Brodesser genutzt. Mit dem Näherrücken der US-amerikanischen Truppen wurde das Lager am 1. März 1945 geräumt; die verbliebenen Häftlinge wurden mit einem »Evakuierungsmarsch« über Wipperfürth in das »AEL Hunswinkel« bei Lüdenscheid getrieben.
 
1947 standen, wie ein Foto aus jenem Jahr bezeugt, noch die Reste der massiven Umzäunung des Barackenlagers. Ebenfalls nur wenige Monate nach Ende des Krieges begann man links und rechts der Lagerstraße mit ersten Anpflanzungen und dem Anlegen der Schrebergartensiedlung, die heute den Namen »Kleingärtnerverein Waldfriede e.V.« trägt.

Mit der Erinnerung an die Geschehnisse tat man sich schwer. Erst 1981 wurde von der Stadt Köln auf dem Gelände des ehemaligen »Fort V« ein Findling mit einer kleinen Gedenktafel installiert.

Der Initiative des »Bürgervereins Köln-Müngersdorf e.V.«, der 2014 begann, die historischen Ereignisse in den genaueren Blick zu nehmen, ist es zu danken, dass nun ein würdiger Gedenkort sowohl am Ort des ehemaligen »Fort V« als auch am Standort des ehemaligen Barackenlagers entstehen wird.
 
Roland Schüler, Kurt Schlechtriemen und Hildegard Jahn-Schnelle vom Bürgerverein Müngersdorf werden an diesem Abend die Geschichte des Ortes skizzieren, Biografien einzelner NS-Opfer vorstellen und über den Weg zu einem würdigen Gedenken an diesem viel zu lange Zeit »vergessenen« Ort des NS-Terrors berichten.
 
Eine Veranstaltung des Jugendclub Courage Köln e.V. und des Arbeitskreises Lern- und Gedenkort Jawne

Freitag, 09.11.2018 um 12.00 Uhr

Gedenkstunde

für die deportierten und ermordeten jüdischen Kinder und Jugendlichen aus Köln

Ort: Kindergedenkstätte Löwenbrunnen am Erich-Klibansky-Platz (Albertusstr. 26), Köln

Am 9. November 1938 – also vor 80 Jahren – wurden in ganz Deutschland jüdische Einrichtungen zerstört, jüdisches Eigentum beschädigt, Jüdinnen und Juden verhaftet und die ersten Ermordungen geschahen. Der Arbeitskreis des Lern- und Gedenkortes Jawne lädt am Freitag, 9. November 2018 von 12.00 Uhr bis etwa 12.45 Uhr zu einer Gedenkstunde am Löwenbrunnen ein.

Schülerinnen und Schüler, die am Vormittag in der Jawne einen Workshop durchführen, präsentieren ihre Ergebnisse, Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes wird eine Ansprache halten – und mit Henny Franks wird eine Zeitzeugin anwesend sein. Sie ist für eine Woche in Köln zu Gast und führt Gespräche mit Lehrern und Schülern in Köln. Die 95-Jährige wurde mit den Kindertransporten der Jawne nach England gerettet, dort lebt sie bis heute, ist aber gerne zu Besuch in Köln. Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Gedenkstunde am Löwenbrunnen teilzunehmen.

Die Gedenkstunde wird von der Synagogen-Gemeinde Köln, dem Katholischen Stadtdekanat und dem Evangelischen Kirchenverband Köln und Region in Verbindung mit dem Lern- und Gedenkort Jawne veranstaltet.

Samstag, 03.11.2018 um 19.30 Uhr

Kölner Museumsnacht 2018

Konzerte

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz

Am Samstag, 3. November 2018 beteiligt sich der Lern- und Gedenkort Jawne wieder an der Kölner Museumsnacht.

Inna Sokol (© privat)
Erich Wolfgang Korngold (1897–1957) (Foto: Madame d’Ora, Bildarchiv Austria)

Programm

19.30 Uhr

Konzert: Inna Sokol singt jüdische Volkslieder
Die Sängerin Inna Sokol hat an der berühmten Musikhochschule Gnessin in Moskau studiert und lebt heute in Köln. Sie singt jüdische Volkslieder, aber auch Klassiker von Franz Schubert, Pjotr Tschaikowski und anderen.

21.30 Uhr

Konzert: Erich Wolfgang Korngold und seine Musik
Obwohl epigonal-konservativer Komponist, war Erich Wolfgang Korngold (1897–1957) als österreichischer Jude vom NS-Regime als »entartet« gebrandmarkt. Der im »Dritten Reich« verfemte und schließlich in die USA emigrierte Komponist wurde einer der wichtigsten Filmkomponisten Hollywoods; zwei seiner Filmmusiken wurden mit dem Oscar prämiert. Nach dem Krieg gelang es ihm nicht mehr, an seine früheren Erfolge mit klassischer Orchestermusik anzuknüpfen, seine Werke wurden ignoriert und vergessen. Erst in den 1970er Jahren wurden die Werke des genialen Komponisten neu aufgelegt und seitdem verschiedentlich wieder aufgeführt. Nach einer kurzen Einführung präsentiert Sebastian Olles (Klavier) Fragmente aus dem Werk Korngolds, darunter aus seinem wohl bedeutendsten Erfolg, der Oper »Die tote Stadt« (1920, uraufgeführt am Stadttheater Köln und in Hamburg).

Donnerstag, 07.12.2017 um 19.00 Uhr

Die vergessenen Kinder von Köln

Dokumentarfilm von Jürgen Naumann, D 2006, 60 Min.

Ort: EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23–25, Köln

Anschließendes Podiumsgespräch mit Paul Kohl

Jürgen Naumann folgt den Spuren von über dreihundert jüdischen Kindern und Jugendlichen, die im Juli 1942 von Köln aus deportiert wurden. Viele von ihnen hatten in der Jawne, dem einzigen jüdischen Gymnasium im Rheinland, Zuflucht gefunden. Ehemalige Schülerinnen und Schüler der Jawne, die auf Kindertransporten nach Großbritannien durch den Direktor der Schule Dr. Erich Klibanksy gerettet werden konnten, berichten über das Schicksal von Schulkameraden und Familienangehörigen.

Unter den insgesamt 1.164 Juden aus Köln, Bonn und anderen Städten der Region, die am 24. Juli 1942 im Wald von Blagowschtschina, in der Nähe von Minsk, erschossen wurden, befanden sich auch Dr. Erich Klibansky mit seiner Frau Meta und ihren drei Kindern.

Im Anschluss an die Filmvorführung berichtet der Autor Paul Kohl über die Entstehung des Dokumentarfilms. Er hat über die Verbrechen der Wehrmacht und Polizei in den eroberten Gebieten der Sowjetunion publiziert und die Filmaufnahmen in Belarus begleitet.

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zu den aktuellen Sonderausstellungen »Vernichtungsort Malyj Trostenez« und »Meta und Erich Klibansky« des NS-Dokumentationszentrums (EL-DE-Haus) und des Lern- und Gedenkorts Jawne

Dienstag, 28.11.2017 um 19.00 Uhr

Zur Geschichte der Wahrnehmung von Malyj Trostenez

Vortrag von Dr. Aliaksandr Dalhouski (Minsk)

Ort: EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23–25, Köln

Der Wald von Blagowschtschina im Jahr 2017 (Foto: Dirk Planert)

Der Vortrag thematisiert die Probleme der Historisierung sowie Besonderheiten der sowjetischen Wahrnehmung und Gestaltung von Gedenkstätten an den Orten der Massenvernichtung bei Malyj Trostenez. Auch geht es um gegenwärtige Tendenzen zur Transformation des sowjetischen Gedenkortes in einen gesamteuropäischen Erinnerungsort.

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zu den aktuellen Sonderausstellungen »Vernichtungsort Malyj Trostenez« und »Meta und Erich Klibansky« des NS-Dokumentationszentrums (EL-DE-Haus) und des Lern- und Gedenkorts Jawne

Sonntag, 19.11.2017 um 14.00 Uhr

Stadtführung: Der Vernichtungsort Malyj Trostenez

Stolpersteinführung mit Dr. Katja Lambert

Ort: Treffpunkt: NS-Dokumentationszentrum

Die internationale Sonderausstellung Malyj Trostenez erinnert anhand einzelner Schicksale an die Geschichte des Vernichtungslagers und die Ermordung der meist jüdischen Opfer. In einer zweistündigen Führung durch Köln wird von Stolperstein zu Stolperstein der Schicksale der über 1.000 Kölnerinnen und Kölner gedacht, die von Köln nach Belarus deportiert und ermordet wurden. Sowohl in der Ausstellung als auch in der Führung spielt die Kölner Jawne eine besondere Rolle. Deren Direktor Dr. Erich Klibansky wurde mit seiner Familie und seinen Schülerinnen und Schülern in das Vernichtungslager deportiert und ermordet.

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zu den aktuellen Sonderausstellungen »Vernichtungsort Malyj Trostenez« und »Meta und Erich Klibansky« des NS-Dokumentationszentrums (EL-DE-Haus) und des Lern- und Gedenkorts Jawne

Mittwoch, 08.11.2017 um 19.00 Uhr

»Vergessen kann man‘s nicht und verstehen kann man‘s auch nicht«

Podiumsdiskussion mit Kurt Marx

Ort: EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23–25, Köln

Der ehemalige Jawne-Schüler Kurt Marx (geb. 1925) im Wald von Blagowschtschina bei Malyj Trostenez (Belarus), dem Ort der Ermordung seiner Eltern im Jahr 1942 (Foto: Dirk Planert)

Kurt Marx wurde 1925 in Köln als einziges Kind von Siegmund und Irma Marx geboren. Obwohl seine Eltern sich um eine gemeinsame Emigration in die USA bemühten, unterstützten sie zunächst die Ausreise ihres Sohnes nach England. 1939 kam er mit einem von Dr. Erich Klibansky, dem Direktor der Jawne, organisierten Kindertransport nach London. Die Eltern von Kurt Marx konnten sich nicht retten. Sie wurden im Juli 1942 nach Malyj Trostenez deportiert und dort ermordet.

Moderation: Larissa Schmitz

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zu den aktuellen Sonderausstellungen »Vernichtungsort Malyj Trostenez« und »Meta und Erich Klibansky« des NS-Dokumentationszentrums (EL-DE-Haus) und des Lern- und Gedenkorts Jawne

Samstag, 04.11.2017 um 19.30 Uhr

Kölner Museumsnacht 2017

Buchvorstellung und Konzert

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz

Meitar Duo

Programm

19.30 Uhr

Gerda Eisler: Alles, woran ich glaube, ist der Zufall. Eine Jugend in Graz und Tel Aviv

Buchvorstellung mit Gerda Eisler und der Autorin Inga Fischer

»Alles, woran ich glaube, ist der Zufall« – In ihrem Buch schildert die jüdische Zeitzeugin Gerda Eisler, wie sie die Machtergreifung der Nazis in Österreich erlebt und als Zwölfjährige mit ihren Eltern nach Palästina flieht. Dort dient sie als junge Frau im Unabhängigkeitskrieg. Seit 1969 lebt sie in Deutschland, doch Graz und Tel Aviv bleiben die Orte, die ihr Leben ganz wesentlich geprägt haben.

20.30 und 21.30 Uhr

Ein jüdisches und israelisches Potpourri
Konzert mit dem Meitar Duo –Sivan Yonna (Gesang) und Tal Botvinik (Gitarre)

Das Meitar Duo ist ein junges Ensemble aus zwei israelischen Musikern, die in Köln leben. Beide haben bereits viele Erfahrungen als Solisten und Kammermusiker gesammelt – ihre gemeinsame Leidenschaft für jüdische und israelische Musik führte sie jetzt zusammen.Das Meitar Duo bringt ein reiches Repertoire auf die Bühne: „Eretz Israel Hayafa“-Lieder (klassische israelische Lieder), sephardische und Ladino-Lieder in originalen Arrangements und ein klassisches Repertoire von jüdischen Komponisten der Vergangenheit und Gegenwart – ein Mosaik, das die reiche israelische und jüdische Musikkultur widerspiegelt.