14. Juni 2026 – 03. November 2026
Nur drei Kisten haben überlebt
Erinnerungen an Erich und Meta Klibansky
Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Die Ausstellung erinnert an Erich und Meta Klibansky, erstmals wurde sie 2017/18 gezeigt.
Jetzt ist sie erneut zu sehen – ergänzt um die Geschichte von drei Kisten Umzugsgut aus dem Haushalt der Familie. Nach 1945 gelangten diese auf verschlungenen Pfaden in den Besitz der Familie von Erichs Bruder, Joseph Klibansky.
In einer der Kisten befand sich ein festtägliches Porzellanservice aus Familienbesitz.
Ende 2025 erhielt der Lern- und Gedenkort Jawne einen Teil des Service als Schenkung von Jeanne Spiegel, geb. Klibansky, der Nichte von Erich und Meta Klibansky. In der Ausstellung wird die Geschichte dieser Objekte erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der Historiker und Pädagoge Dr. Erich Klibansky (1900–1942) war von 1929 bis zur erzwungenen Schließung 1942 Direktor der Jawne, des damals einzigen jüdischen Gymnasiums im Rheinland. Seine Frau Meta Klibansky (1902–1942), geb. David, unterrichtete vor ihrer Eheschließung an der Israelitischen Töchterschule in Hamburg, in den letzten Jahren der Jawne auch dort.
Während der NS-Zeit engagierte sich Erich Klibansky zunehmend für eine Zukunft seiner Schüler*innen außerhalb Deutschlands. Der Plan, die gesamte Schule nach Großbritannien zu verlegen, ließ sich nicht verwirklichen. Doch konnten 1939 mehr als 130 Schüler*innen mit Jawne-Kindertransporten nach Großbritannien ausreisen.
Am 20. Juli 1942 wurde die Familie Klibansky zusammen mit mehr als 1.100 Jüdinnen und Juden aus Köln und Umgebung nach Minsk deportiert. Sie alle wurden sofort nach der Ankunft im Vernichtungsort Malyj Trostenez ermordet.
Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 11–14 Uhr, Donnerstag 11–14 Uhr und 16-19 Uhr, Sonntag 12–16 Uhr
Führung nach Vereinbarung (info@jawne.de) · Eintritt frei
Den Flyer zur Ausstellung finden Sie hier.



















