Veranstaltungen

Sonntag, 12.04.2026 um 17.00 Uhr

Finissage der Ausstellung »Als wäre nichts gewesen« | Rita Frind – Werke  

Finissage | Performance | Gespräche

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Juliane Rückriem

Rita Frind wird zum letzten Mal ihre beeindruckende Performance »Geh nicht raus!« aufführen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit für Gespräche mit der Künstlerin und dem Ausstellungs-Team.

Seit dem 31. August 2025 fanden die außergewöhnlichen künstlerischen Formen und Werke bei vielen BesucherInnen große Resonanz. Es gab eine Vielzahl von Gesprächen mit der Künstlerin im Lernort, und es kamen viele Gruppen und Schulklassen. Besonders war die Veranstaltung mit Rita Frind, in der sie umfangreich Auskunft über ihre Arbeit und ihr Leben gab. Zum Thema der zweiten und dritten Generation hielt die Sammlungsleiterin des Jüdischen Museums Wien, Gabriele Kohlbauer-Fritz, einen Vortrag. Die Ausstellung war Teil der Gedenkveranstaltungen am 9.11.2025 und 27.01.2026.

Die Künstlerin und der Lern- und Gedenkort Jawne wurden für dieses Projekt von der Imhoff Stiftung mit einem Förderpreis ausgezeichnet.  

Dienstag, 14.04.2026 um 19.00 Uhr

Lesestunde | »Gewässer im Ziplock« (Dana Vowinckel)

Buchbesprechung mit Peter Weber

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Suhrkamp Verlag

Ein Sommer zwischen Berlin, Chicago und Jerusalem. Wie jedes Jahr verbringt die fünfzehnjährige Margarita ihre Ferien bei den Großeltern in den USA. Doch sie hat Heimweh, nach ihren Freunden und ihrem Vater. Die Mutter hat die beiden verlassen, als Margarita drei Jahre alt war. Höchste Zeit, beschließt der Familienrat, dass sie einander besser kennenlernen. Und so wird Margarita in ein Flugzeug nach Israel gesetzt, wo ihre Mutter seit Kurzem lebt. Gleich nach der Ankunft geht alles schief.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat, organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Unser aktuelles Jahresprogramm finden Sie hier.

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de

Sonntag, 19.04.2026 um 11.00 Uhr

Jawne-Salon | Auf den Spuren der Lehrerfamilie Hartog aus Jever

Bildvortrag von Ainslie Hepburn mit Lesung aus ausgewählten Briefen (englisch/deutsch)

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

„Es begann mit den Briefen. Es waren ziemlich viele, eng gepackt in einer großen Lederbrieftasche und ganz hinten im Schlafzimmerschrank verstaut.“

Als Ainslie Hepburn die Briefe fand, die Henny und Hermann Hartog an die Töchter Lore und Inge geschrieben hatten, wusste sie noch nicht, wohin sie diese Entdeckung führen würde. Die jüdische Familie Hartog lebte in den 1920er/30er Jahren in Jever und Wilhelmshaven, dort amtierte Hermann Hartog als Lehrer an jüdischen Schulen und Kantor. Die Töchter konnten noch rechtzeitig aus NS-Deutschland nach England emigrieren. Ihre Eltern flohen 1939/40 über Brüssel nach Südfrankreich. Die einzige Verbindung blieben die Briefe – bis die Eltern 1942 verhaftet und über das Lager Gurs nach Auschwitz deportiert und ermordet wurden.

© Pen & Sword Books

Ainslie Hepburn, Schriftstellerin und Historikerin, veröffentlichte 2025 das Buch „In the Footsteps of the Holocaust. The Story and Letters of a German Jewish Family“. Dort beschreibt sie die Spurensuche, auf die sie sich mit ihrem Mann Peter Hepburn, dem Enkel von Henny und Hermann Hartog, machte. Ihre Publikation ist ein berührendes Beispiel für die Erinnerungsarbeit der zweiten und dritten Generation im Andenken an die verfolgten und ermordeten jüdischen Verwandten.

Ainslie Hepburn und ihr Mann Peter leben in Brighton und im ländlichen Sussex.

Der Jawne-Salon ist ein Kooperationsprojekt des Lern- und Gedenkorts Jawne und Judaica Cologne und für diese Veranstaltung auch mit der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Sonntag, 19.04.2026 um 13.30 Uhr

»DENKMAL AM ORT«

Ausstellung | Führungen

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Der Lern- und Gedenkort Jawne beteiligt sich mit zwei Führungen bzw. Rundgängen am Programm des überregionalen Projektes DENKMAL AM ORT. Details zu den Veranstaltungen in Köln finden Sie hier.

13:30 Uhr | Die Jawne – ein Zentrum jüdischen Lebens und Lernens in Köln (1919-1942)

Auf dem Erich-Klibansky-Platz nahe des Friesenviertels sprudelt der Löwenbrunnen. Er erinnert an die Deportation und Ermordung jüdischer Kinder und Jugendlicher aus Köln und an eines der Zentren jüdischen Lebens in der Domstadt. Neben einer Synagoge gehörte das Jüdische Gymnasium Jawne dazu.
Heute befindet sich hier der Lern- und Gedenkort Jawne, der die Geschichte der Schule und ihrer Schüler*innen lebendig hält. Eine Führung durch die Ausstellung und ein Gang um den ehemaligen Schulhof machen den Ort erfahrbar.

Eva Alsberg mit ihrem Bruder Fritz in London, 1940
© NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

14:30 Uhr | Spurensuche: Eva Alsberg – eine Schülerin der Jawne und die Geschichte ihrer Familie

Die Entfernung zwischen der Königin-Luise-Schule und der Jawne beträgt heute kaum 100 Meter. Doch für meine Mutter, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft diese Schule verlassen musste und auf die Jawne wechselte, muss es ein langer und schwieriger Weg gewesen sein.” (Barbara Walker)

Stadtteilrundgang auf der Suche nach Spuren, die Eva Alsberg und ihre Familie in der näheren Umgebung der Jawne hinterlassen hat. Die Künstlerin Barbara Walker aus Berlin und Tochter von Eva Alsberg wird den Rundgang mit Fotografien, Dokumenten und Erzählungen aus dem Familienkontext begleiten.


Veranstaltungen (Archiv)

Donnerstag, 09.11.2023 um 12.00 Uhr

Gedenkstunde am Löwenbrunnen

anlässlich des 85. Jahrestages der Pogromnacht 1938

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

unter Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Schaurtestraße, Bürgermeister Dr. Ralph Elster und einem Vertreter der Synagogen-Gemeinde Köln.  

Im Anschluß kann die Ausstellung »Was erinnert heute an den Oktober 1938? Gedenken an die Verschleppung von Kölner Juden und Jüdinnen im Herbst 1938« im Lern- und Gedenkort Jawne besichtigt werden.

Sonntag, 03.09.2023 um 11.00 Uhr

»TIGERSPRUNG«

Filmvorführung und Gespräch mit Boaz Kaizman (Künstler), Peter Rosenthal (Autor) und Marcus Seibert (Drehbuchautor)

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Tigersprung GbR

„Tigersprung“ ist ein Dokumentarkurzfilm im Graphic-Novel-Stil. Es geht um die besondere Freundschaft des zur NS-Zeit erfolgreichen Bahnrennfahrers Albert Richter mit dem jüdischen Radsportmanager Ernst Berliner aus Köln-Ehrenfeld. Richter hatte sich geweigert, den Kontakt zu seinem jüdischen Manager abzubrechen, den Hitlergruß zu zeigen und während der Radrennen das Hakenkreuz-Trikot zu tragen. Er versuchte aus Deutschland zu fliehen, wurde verraten und von der Gestapo ermordet. Mehr Information: http://www.tigersprung-der-film.de/

Eine Veranstaltung im Rahmen des »Jawne-Salon«, einem Kooperationsprojekt des Lern- und Gedenkorts Jawne mit Judaica Cologne https://judaicacologne.de. Die Veranstaltungsreihe möchte der Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens in Köln mehr Raum und Sichtbarkeit geben sowie Möglichkeiten der Begegnung schaffen. Geplant sind Lesungen, Vorträge & Diskussionsrunden, kleine Konzerte, Online-Gespräche z.B. mit Nachfahren ehemaliger Jawne-Schüler*innen und Rundgänge.

Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 20.07.2023 um 18.00 Uhr

Öffentliches Gedenken | “Transport DA 219”

Gedenkveranstaltung anlässlich des 81. Jahrestages der Deportation von über 1160 Frauen, Männern, Jugendlichen und Kindern von Köln nach Minsk

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Am Donnerstag, den 20. Juli 2023 jährt sich zum 81. Mal die Deportation von über 1160 jüdischen Frauen, Männern, Jugendlichen und Kindern von Köln nach Minsk. Unmittelbar nach der Ankunft des als “Transport DA 219” bezeichneten Zuges, wurden sämtliche der Deportierten in den Wald von Blagowschtschina bei Maly Trostenez verbracht und dort von Angehörigen einer SS-Einheit erschossen.

Unter den Ermordeten befanden sich auch Meta und Erich Klibansky und ihre drei Kinder Michael, Hans-Raffael und Alexander. Erich Klibansky – seit 1929 Direktor des jüdischen Gymnasiums Jawne – war es zuvor gelungen etwa 130 seiner Schülerinnen und Schüler mit Kindertransporten nach England zu bringen und so vor der Deportation und Ermordung zu bewahren. Nachdem sie ihre Wohnung unfreiwillig verlassen musste, war die Familie Klibansky gezwungen, gemeinsam mit zahlreichen anderen Menschen zusammengepfercht im Schulgebäude des jüdischen Gymnasiums Jawne zu leben und dort auf ihre Deportation zu warten. Das Schulgebäude an der St.-Apern-Straße 29-31 war eines der größten Ghettohäuser für Jüdinnen und Juden in Köln.

Bei dem Ort, an den die Menschen aus Köln und dem Kölner Umland am 20. Juli 1942 gebracht und dort ermordet wurden, handelt es sich um die größte NS-Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. In Deutschland und auch in Köln sind der Name und die Bedeutung des Ortes im Zusammenhang mit den nationalsozialistischen Verbrechen jedoch noch weitgehend unbekannt.

Am Jahrestag dieser Deportation werden wir am Ort des ehemaligen Schulgebäudes mit verschiedenen Beiträgen der Familie Klibansky und aller anderen am 20. Juli 1942 deportierten Menschen gedenken und über die Umstände dieser Deportation und die Vernichtungsstätte Blagowschtschina / Maly Trostenez informieren.

Es besteht die Möglichkeit Blumen niederzulegen.

Alle Nachbarinnen, Nachbarn und Interessierten sind herzlich eingeladen!

Wir werden einige Getränke bereitstellen. Je nach Wetterlage empfehlen wir eine Kopfbedeckung bzw. einen Sonnenschutz oder ggf. einen Regenschirm mitzubringen.

Eine Veranstaltung des Lern- und Gedenkort Jawne und des Jugendclub Courage Köln e.V. in Zusammenarbeit mit der Synagogengemeinde Köln

Sonntag, 25.06.2023 um 15.00 Uhr

Was mir ein welkes Blatt erzählte …

Die Schulhefte und Texte des Jawne-Schülers Jonas Königshöfer

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Nachdem Jonas Hatsor (früher Jonas Königshöfer) im April 2015 in Tel Aviv starb, fanden sich in seinem umfangreichen Nachlass verschiedene Schulhefte und Aufsätze auf losen Blättern aus seiner Zeit als Schüler des jüdischen Gymnasiums Jawne. Es sind die bisher einzigen uns bekannten und mit dem Unterricht an der Jawne verbundenen Dokumente dieser Art.

Jonas Königshöfer, 17 Jahre alt
© Lern- und Gedenkort Jawne

Jonas erhalten gebliebene Schriften bieten einen unmittelbaren Einblick in einige der im Unterricht an der Jawne behandelten Themen und in die Gedankenwelt und das kreative Schaffen einer ihrer Schüler. In seinen Zeilen aus verschiedenen Jahren lässt Jonas Gegenstände und Tiere aus ihrem Alltag berichten, behandelt aber auch die Probleme des Erwachsenwerdens und beschreibt beispielsweise die „Verantwortung des Einzelnen in der Gruppe“ oder interpretiert religionsphilosophische Texte von Bialik und Buber.

Die in jeder Hinsicht besonderen Zeitzeugnisse sind Teil der aktuell im Lern- und Gedenkort Jawne gezeigten Sonderausstellung Zwischen den Zeilen“, in der Kunstwerke, Fotografien, Briefe und weitere Dokumente aus dem Nachlass der Familie Königshöfer erstmalig in der Öffentlichkeit zu sehen sind.

An diesem Nachmittag möchten wir in entspannter Atmosphäre die Schulhefte von Jonas Königshöfer und einige seiner Texte vorstellen.

Dazu: Apfelkuchen, Kaffee und kühle Getränke!

Donnerstag, 15.06.2023 um 19.00 Uhr

Die Versöhnungsarbeit der Geschichtswerkstatt Minsk und die Herausforderung durch den russischen Krieg gegen die Ukraine

Vortrag von Aliaksandr Dalhouski

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk erforscht, bewahrt und vermittelt die Geschichte des Minsker Ghettos und von Malyj Trostenez, dem größten NS-Vernichtungsort im besetzten Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Im Rahmen des Vortrags werden die Ergebnisse des deutsch-belarusischen Projekts aus 20 Jahren sowie die Bildungsarbeit im Kontext des russischen Krieges gegen die Ukraine vorgestellt.

Aliaksandr Dalhouski vor dem “Wald der Namen”, in der Nähe des Ortes der Massenerschießungen im Wald von Blagowschtschina (Teil der Gedenkanlage Malyj Trostenez). Foto: privat

Dr. Aliaksandr Dalhouski ist stellvertretender Leiter der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“. Unter seiner Mitwirkung entstand die Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“, die 2017/18 in Köln gezeigt wurde. http://www.trostenez.org

Sonntag, 14.05.2023 um 11.00 Uhr

»Jetzt riecht es an vielen Ecken und Enden nach Gift, Gewalt und bösem Lauern«

Ludwig Meidner: Die Diffamierung seiner Kunst und Literatur, die Verfolgung seiner Person

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Vortrag von Dr. Katja Lambert

Ludwig Meidner (rechts) und Musiklehrer Julius Goldberg vor dem Schulgebäude der Jawne, 1937 (Foto: Jonas Königshöfer)

Der Maler, Zeichner und Dichter Ludwig Meidner wurde aufgrund seines künstlerischen Schaffens als Expressionist und seiner als jüdisch definierten Herkunft im Nationalsozialismus diffamiert und verfolgt. Um dem steigenden antisemitischen Druck in Berlin zu entgehen, nahm er 1935 eine Stelle als Zeichenlehrer am jüdischen Reform-Realgymnasium Jawne in Köln an. Im August 1939 emigrierte Meidner nach England.

Meidner war immer ein Mahner in seiner Zeit, so wurden seine »Apokalytischen Landschaften« , die bereits ab 1912 entstanden, als Vorahnungen des Ersten Weltkriegs interpretiert. Nach seiner Rückkehr aus dem Exil 1952 sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis sein Werk wieder angemessen gewürdigt wurde.

Die Veranstaltung ist Teil der Aktionswoche “verbrannt & verbannt” des Vereins EL-DE-Haus zur Erinnerung an die Bücherverbrennung durch die Nazis vor 90 Jahren. Mehr Information unter: https://verbranntundverbannt.info

Dienstag, 18.04.2023 um 19.30 Uhr

Zwischen den Zeilen

Dokumente aus dem Nachlass der Familie Königshöfer

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Einführung in die Ausstellung mit anschließendem Umtrunk

Der ehemalige Jawne-Schüler Jona Hatsor (früher Jonas Königshöfer) und der Lern- und Gedenkort Jawne waren im Rahmen verschiedener Projekte sowie einer persönlichen Freundschaft eng miteinander verbunden. Nachdem Jona im April 2015 starb, fanden sich in seinem Nachlass auch unmittelbar mit dem Unterricht an der Jawne verbundene Dokumente in Form von Schulheften, Schulbüchern, Linoldrucken und Zeichnungen.

Der einzige uns bekannte Stundenplan des jüdischen Gymnasiums Jawne entstammt dem Englischheft von Jonas Königshöfer aus dem Jahr 1937. © Lern- und Gedenkort Jawne

Vor dem Hintergrund der nahezu vollständigen Auslöschung der Geschichte der Jawne und des jüdischen Zentrums, das sich in der St.-Apern-Straße befand, sind die erhalten gebliebenen Zeugnisse des kreativen Geschehens und Lernens an diesem Ort von größter Bedeutung. Einige dieser besonderen und wertvollen Dokumente werden in unserer neuen Sonderausstellung nun erstmals öffentlich gezeigt.

An diesem Abend möchten wir über Hintergründe zum Schicksal der Familie Königshöfer informieren, einige der Exponate in den näheren Augenschein nehmen und dazu einladen bei Apfelsaft oder einem Schluck Wein die Ausstellung kennenzulernen.

Freitag, 27.01.2023 um 12.30 Uhr

Gedenkstunde

für die deportierten und ermordeten jüdischen Kinder und Jugendlichen aus Köln

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Am 27. Januar 2023, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, wird am Löwenbrunnen auf dem Erich-Klibansky-Platz in Köln eine Gedenkstunde stattfinden.

Beginn ist um 12:30 Uhr.

Die Gedenkstunde gestalten Vertreter:innen der Synagogen-Gemeinde Köln, der evangelischen und katholischen Kirche und der Stadt Köln sowie Schüler:innengruppen u.a. aus dem Gymnasium Rodenkirchen und dem Städtischen Gymnasium Hennef.

Mittwoch, 09.11.2022 um 12.00 Uhr

Gedenkstunde am Löwenbrunnen

Gedenkveranstaltung anlässlich des 84. Jahrestages der Pogromnacht

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Drei Schulklassen aus Köln werden die Gedenkstunde mit inhaltlichen Beiträgen gestalten. U.a. werden Schüler:innen der Königin-Luise-Schule Einblicke in die Biografie von Charlotte Gabel-Weissberg geben. Ihre Familie gehörte zur Gemeinde Adass Jeschurun, sie selbst besuchte die Königin-Luise-Schule. Wir freuen uns sehr, dass eine Nichte von Charlotte Gabel-Weissberg aus Jerusalem anwesend sein wird. 

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Samstag, 05.11.2022 um 20.00 Uhr

Kölner Museumsnacht 2022

Kunstausstellung und Musik für Querflöten

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Auch in diesem Jahr nimmt der Lern- und Gedenkort Jawne mit einem spannenden Programm an der Kölner Museumsnacht teil – Sie sind herzlich eingeladen!

Bild: Ludwig Dunkel




20.00 Uhr | Eröffnung der Sonderausstellung „Ludwig Dunkel – Werke“
Ludwig Dunkel verarbeitet in vielfältiger Weise mit ganz unterschiedlichen Mitteln der Kunst Motive und Gedanken der Erinnerung an historische Ereignisse. Dies bezieht sich bei ihm in vielen Arbeiten auf die Geschichte des Holocaust. Dunkel verwendet Alltags- und Gebrauchsgegenstände, die er für seine Skulpturen neu montiert, bearbeitet und verfremdet. Er arbeitet mit Farbe, Schriften, Fotografie und Film. Seine Methode mobilisiert die jedem Ding innewohnende Geschichte. Die Gegenstände werden zu widerständigen Objekten und Bildern und weisen über ihre eigene Alltäglichkeit hinaus. Er stellt sie in das Spannungsverhältnis von szenischer Erzählung einerseits und der Abstraktion eines autonomen Kunstwerks andererseits.

Ludwig Dunkel, geboren 1961 in Neuss, bildender Künstler, lebt in Köln.

Foto: Verena Carballosa

21.00 Uhr und 22.30 Uhr | Verena Carballosa – zeitgenössische Musik für verschiedene Querflöten, solo unter Einbeziehung von improvisatorischen Elementen.

Die Künstlerin ist freischaffende Musikerin und Musiklehrerin im Kölner Raum