Veranstaltungen

Sonntag, 28.06.2026 um 11.00 Uhr

Jawne-Salon | »Vier Tage – eine nahöstliche Tetralogie«

Lesung und Gespräch mit Mona Yahia

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul

„Vier Tage“ erzählt anhand jeweils eines Tages das Leben von vier Generationen einer jüdischen Familie.
Vier Tage, vier Generationen, vier Welten – und doch ein gemeinsames Schicksal.

Im Mittelpunkt des eindrucksvollen Romans steht eine arabisch-jüdische Familie, deren Geschichte im Grunde das Schicksal jüdischer Menschen im Nahen Osten erzählt.
Sie ist geprägt von den Erfahrungen und den Traumata des Exils, der Entwurzelung, Anpassung und Neuorientierung. Dabei geht es in jeder Generation immer auch um Fragen nach Identität und innerer Zugehörigkeit.

© Mona Yahia

»Vier Tage« ist Mona Yahias zweiter Roman und erschien 2025 im SALONLiteraturVERLAG

Ein großartiges Werk Weltliteratur über das orientalische Judentum.“
Roland Kaufhold, Hagalil

Mona Yahia wurde 1954 in Bagdad geboren und floh 1970 mit ihrer Familie über den Iran nach Israel. Sie studierte und arbeitete in Tel Aviv. Seit 1985 lebt sie als Autorin und Künstlerin in Deutschland.
Mit ihrem Debütroman “Durch Bagdad fließt ein dunkler Strom“ war sie schon einmal zu Gast im Jawne Salon.

Dienstag, 14.07.2026 um 19.00 Uhr

Lesestunde | »Die Memoiren der Glückel von Hameln« (Bertha Pappenheim)

Buchbesprechung mit Ursula Reuter

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© BELTZ Verlag

Im Jahr 1691 beginnt Glückel von Hameln (1645 – 1724) ihr Leben aufzuschreiben, 1910 wird Bertha Pappenheim diesen Text aus dem Jiddischen übersetzen und veröffentlichen. Es sind die Erinnerungen einer außergewöhnlichen Frau die nach dem Tod ihres Mannes zwölf Kinder allein aufgezogen hat, das Familienunternehmen allein weiterführte und wohl die erste deutsche Frau war, die ihre Autobiografie schrieb. Ihre Memoiren geben einen klaren Einblick in das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Juden Mitteleuropas im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat, organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Unser aktuelles Jahresprogramm finden Sie hier.

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de


Veranstaltungen (Archiv)

Sonntag, 30.03.2025 um 11.00 Uhr

Der Trost von Freundinnen und Freunden

Eröffnung der neuen Sonderausstellung

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Gruppe von Jawne-Schülerinnen mit dem Ehepaar Kahn vor dem Hostel in der Waterloo Road 391 in Manchester
© Privatarchiv Karla Yaron

Zur Eröffnung unserer neuen Sonderausstellung “Der Trost von Freundinnen und Freunden – Kindertransporte aus Köln 1939 und die Jawne-Hostels in England” laden wir Sie herzlich ein.

Einführung in die Ausstellung: Dr. Cordula Lissner

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Musik: SackScherack (Harald Sack Ziegler, Waldhorn und Dirk Schuwerack, Schlagzeug). Die beiden Kölner Musiker lassen aus dem freien Spiel von Waldhorn und Schlagzeug zarte und hypnotische Klanggebilde entstehen, die melancholisch aber auch fröhlich klingen können.

Sonntag, 23.03.2025 um 11.00 Uhr

Jawne-Salon | Die tausend Gesichter der Gitarre

Konzert und Musikgespräch mit Michael Goldort

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Michael Goldort

Michael Goldort ist in Novosibirsk geboren und aufgewachsen. Er lebt seit 20 Jahren in Köln. Mit einer abwechslungsreichen Auswahl von Stücken wird er uns einen Einblick in die musikalische Vielfalt der Gitarre bieten. Dabei werden drei verschiedene Gitarren zu hören sein. 

Gespielt werden:

Silvius Leopold Weiss (1687 – 1750) – Fantasie

W. – A. Mozart (1756-1791) – Cavatina des Figaro aus Oper “Die Hochzeit des Figaro“. Arrangement für Gitarre von M. Goldort

Fernando Sor (1778 – 1839) – Introduction and Variations on a Theme by Mozart, Op.9

M. Goldort – Potpourri aus der Oper „Rigoletto“ von Verdi

Fritz Kreisler (1885-1962) – „Liebesleid“. Arrangement von M. Goldort

Antonín Dvořák (1841 – 1904) – Slawischer Tanz Nr.2, Arrangement von M. Goldort

Francisco Tarrega (1852-1909) – Gran Jota Aragonesa

Der Eintritt ist frei – um Spenden wir gebeten.

Dienstag, 11.03.2025 um 19.00 Uhr

Lesestunde | »Kaddisch« (v. Leon Wieseltier)

Buchbesprechung mit Heinz-Peter Katlewski

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Hanser Verlag

Leon Wieseltier (geb. 1962) ist ein US-amerikanischer politischer Journalist und Autor sowohl fiktionaler als auch nichtfiktionaler Literatur.

»Kaddisch« ist seinem Vater gewidmet, einem Überlebenden der Shoah. Für ihn sprach der eigentlich säkular lebende Autor ein Jahr lang, dreimal täglich das Kaddisch-Gebet. Im Buch beschreibt er seine Erfahrungen damit.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein neues Veranstaltungsformat, gemeinsam organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Wir setzen darauf, dass auch viele sich selbst ein Buch vornehmen, um ihre Gedanken und Eindrücke dazu mit anderen zu teilen. 

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.d

Sonntag, 09.03.2025 um 12.00 Uhr

Finissage der Sonderausstellung »Mein Leben muss irgendwo eine Wurzel haben.«

Empfang | Führung | Cello

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Renate Friedländer, 2024
© Juliane Rückriem

Die Ausstellung zum Leben und Werk von Renate Friedländer, Künstlerin und Kindertransportkind, hat viele Menschen angesprochen und zum Besuch der Lern- und Gedenkortes veranlasst. Häufig hat Renate Friedländer die Besucher persönlich empfangen und durch die Ausstellung geführt. Es kamen Gruppen und Schulklassen, Interessierte und vor allem viele Familienangehörige.

Die vielfältigen Gespräche betrafen die Kunstwerke und ihre Entstehung, die verbunden sind mit der Lebensgeschichte von Renate Friedländer und ihrer Familie. Im Zentrum standen hierbei immer wieder die Erinnerungen an die nationalsozialistische Verfolgung in Berlin, die Rettung mit einem Kindertransport nach Großbritannien und die Erfahrungen in der Zeit nach der Befreiung. 

Gemeinsam mit Renate Friedländer werden wir auf die Ausstellung zurückblicken.

Die musikalische Rahmung der Finissage bieten Mara und David Lüke vom Musikzweig des Humboldt Gymnasiums in Köln mit Stücken für Cello u.a. von Bach, Händel, Bizet sowie  zeitgenössischen Komponist:innen. 

12 Uhr: Persönlicher Empfang von Renate Friedländer und Führung durch die Ausstellung | 13 Uhr und 15 Uhr: Kompositionen für Cello (Solo und Duo) | 14 Uhr: Führung

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Dienstag, 11.02.2025 um 19.00 Uhr

Lesestunde | »Jettchen Gebert« (v. Georg Hermann)

Buchbesprechung mit Ursula Reuter (Germania Judaica)

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Wallstein Verlag

»Jettchen Gebert« erzählt vom Leben einer jungen Frau zwischen Glück und Pflicht. Der zu seiner Zeit sehr populäre Roman bietet Einblicke in die Lebenswelt und Alltagskultur einer Berliner jüdischen Familie in der Biedermeierzeit.
Georg Hermann (1871 – 1943), der „jüdische Fontane“, war im frühen 20. Jahrhundert ein vielgelesener jüdisch-deutscher Schriftsteller. 1943 wurde er im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein neues Veranstaltungsformat, gemeinsam organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Wir setzen darauf, dass auch viele sich selbst ein Buch vornehmen, um ihre Gedanken und Eindrücke dazu mit anderen zu teilen. Das erste Quartal bereiten wir vor. Es wäre schön, wenn in den folgenden Monaten andere „ihr“ Buch oder eines ihrer Bücher präsentieren würden. Den Flyer zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de

Montag, 27.01.2025 um 12.30 Uhr

Gedenkstunde am Löwenbrunnen

80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Am 27. Januar 2025 findet anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus die Gedenkstunde am Löwenbrunnen statt. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region, das Katholische Stadtdekanat und die Synagogen-Gemeinde Köln laden mit dem Lern- und Gedenkort Jawne dazu ein. 

Der Löwenbrunnen auf dem Erich-Klibansky-Platz erinnert an die über 1.100 deportierten und ermordeten jüdischen Kinder und Jugendlichen aus Köln. Auf dem Brunnenrand finden sich die Namen dieser Kinder und Jugendlichen und ebenso das Gebot aus der Tora „Liebe deinen Nächsten, er ist wie du.“ (3. Mose/Wajikra 19,18 in der Übersetzung Buber/Rosenzweig).

Beide Perspektiven sind für die Gedenkstunde wichtig: das Erinnern an die Ermordeten und die nationalsozialistische Verfolgung und die Frage nach dem Zusammenleben in Frieden und gegenseitiger Achtung heute. Davon sind wir angesichts des aktuellen Antisemitismus leider weit entfernt. Umso wichtiger, dass wir gemeinsam das Gedenken am Löwenbrunnen gestalten. Neben Vertreter:innen der Kirchen, der Synagogen-Gemeinde und der Stadt Köln, werden auch Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken und Perspektiven einbringen.

Wir freuen uns über alle, die durch die Teilnahme an der Gedenkstunde ein Zeichen des Erinnerns sowie gegen Antisemitismus und für ein friedliches, tolerantes Zusammenleben setzen.

Dienstag, 21.01.2025 um 19.00 Uhr

Die Malerin und Zeichnerin Else Meidner

Vortrag von Erik Riedel (Jüdisches Museum Frankfurt)

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Else Meidner (1901–1987),
Selbstbildnis, 1951, Kohlezeichnung
© Ludwig Meidner-Archiv

Leben und Werk von Else Meidner sind in Köln bislang eher unbeachtet geblieben. Geboren 1901 in Berlin war sie eine von drei Töchtern des Arztes Dr. Heinrich Meyer und seiner Frau Margarete, geb. Fürst. In ihrem Wunsch Künstlerin zu werden von Käthe Kollwitz und Max Slevogt bestärkt, studierte Else Meidner an der Kunstgewerbeschule und der Kunstakademie in Berlin. Später besuchte sie am Berliner Studienatelier für Malerei und Plastik die Zeichenklasse des berühmten expressionistischen Künstlers Ludwig Meidner, den sie 1927 heiratete. 1929 wurde ihr Sohn David geboren.

In den späten 1920ern und frühen 1930ern gelang ihr mit Ausstellungen und Auszeichnungen ein erster Durchbruch. Die thematischen Schwerpunkte im künstlerischen Schaffen von Else Meidner bilden einerseits Porträts und Selbstporträts und andererseits Landschaften und Stillleben.

1933 wurden die künstlerischen Möglichkeiten von Else Meidner durch den in Deutschland herrschenden Antisemitismus jäh beendet. Die Familie zog 1935 nach Köln, wo Ludwig Meidner an der Jawne Zeichenunterricht gab. Nachdem Anfang 1939 der Sohn David mit einem Kindertransport nach Großbritannien gerettet wurde, gelang im August 1939 auch dem Ehepaar die Flucht. In Großbritannien lebten die Meidners unter kärglichsten materiellen Bedingungen. Nach ihrer Ankunft arbeitete Else Meidner zunächst als Dienstmädchen bei einer älteren Frau im Süden Londons. Auch später lebte die Familie in prekären materiellen Verhältnissen. Die künstlerische Anerkennung blieb weitgehend aus.

Als Ludwig Meidner 1953 nach Deutschland zurückkehrte, blieb Else Meidner in London. Sie hatte inzwischen die britische Staatsangehörigkeit angenommen und weigerte sich, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Der gemeinsame Sohn David war bereits 1951 nach Israel ausgewandert und wurde Mitglied in einem Kibbuz. Ihre letzten Arbeiten schuf Else Meidner Mitte der 1960er Jahre. Danach gab sie ihre künstlerische Tätigkeit auf. Sie starb 1987 in London.

Der gut 1.300 Werke umfassende künstlerische Nachlass von Else Meidner wird im Ludwig Meidner-Archiv des Jüdischen Museum Frankfurt betreut. Aktuell werden im Jüdischen Museum Frankfurt in der Ausstellung »Else Meidner. Melancholia« Arbeiten aus ihrem Werk präsentiert.

Erik Riedel ist Ausstellungsleiter und Kurator für den Bereich Bildende Kunst einschließlich des Ludwig Meidner-Archivs. Er hat seit 1991 zahlreiche Ausstellungen zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts kuratiert, etwa zu Moritz Daniel Oppenheim, Ludwig und Else Meidner, Charlotte Salomon oder Arie Goral. In einer Vielzahl von Publikationen und Katalogen veröffentlichte Erik Riedel Beiträge zur Exilkunst, Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und jüdischen Kulturgeschichte. Gegenwärtig läuft im Jüdischen Museum Frankfurt die von ihm kuratierte Ausstellung »Im Angesicht des Todes«. Er ist auch Kurator der aktuellen Ausstellung mit Werken von Else Meidner.


Dienstag, 14.01.2025 um 19.00 Uhr

Lesestunde | »Die Erwählten« (v. Chaim Potok)

Buchbesprechung mit Heinz-Peter Katlewski

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Wunderlich Verlag

»Die Erwählten« handelt von der engen aber komplizierten Freundschaft zwischen zwei Jugendlichen aus unterschiedlichen jüdischen Milieus im New York der 1940er Jahre.
Chaim Potok (1929 – 2002) war ein erfolgreicher jüdisch-amerikanischer Schriftsteller und Rabbiner. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen gehören sowohl Sach- als auch Erzählliteratur.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein neues Veranstaltungsformat, gemeinsam organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Ab 2025 wollen wir jeden zweiten Dienstagabend im Monat um 19 Uhr zusammenkommen, um uns gegenseitig jüdische Erzählliteratur aus aller Welt, sofern sie in deutscher Sprache verfügbar ist, vorzustellen, daraus zu lesen und sie zu besprechen. Mit „jüdisch“ meinen wir fiktionale Bücher und Biografien die aus einem jüdischen Hintergrund geschrieben wurden. Dabei kann es um jüdische Religion gehen, muss es aber nicht. Das Spektrum an Literatur ist breit: Romane, Novellen, Lyrik, Kurzgeschichten, Theaterstücke, Märchen, Legenden, Kinder- und Jugendbücher.

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Wir setzen darauf, dass auch viele sich selbst ein Buch vornehmen, um ihre Gedanken und Eindrücke dazu mit anderen zu teilen. Das erste Quartal bereiten wir vor. Es wäre schön, wenn in den folgenden Monaten andere „ihr“ Buch oder eines ihrer Bücher präsentieren würden. Den Flyer zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de

Sonntag, 12.01.2025 um 11.00 Uhr

Jawne-Salon | 1000 Km. Zu Fuß. Durch die Wüste.

Bildvortrag von Lea Hößl

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Lea Hößl

Weiß-blau-orange. Bei vielen Reisen nach Israel war dieses Zeichen an Wanderwegen zu sehen. Sie markieren den Shvil Israel, den Fernwanderweg der einmal quer durch Israel führt.

Lea Hößl hat sich im März 2022 in Eilat auf den Weg gemacht, um Israel zu Fuß zu durchqueren. Allein, mit Zelt und mit dem Rucksack auf dem Rücken.

In Ihrem Vortrag erzählt sie mit vielen Bildern von 2,5 Monaten voller Eindrücke, Erlebnisse und Begegnungen – von phantastischer Natur, aber auch von Gefühlen der Einsamkeit und dem Erfahren körperlicher Grenzen. Vor allem die Begegnungen mit Menschen machten die Reise letztlich zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Der Eintritt ist frei. Die Referentin spendet ihr Honorar für die „tribe of nova foundation“. Die Spenden kommen Überlebenden des Nova Festivals sowie deren Angehörigen zu Gute. Das Nova Festival wurde am 7. Oktober 2023 von Terroristen der Hamas überfallen, 360 junge Erwachsene dabei ermordet.

Mehr Information zu diesem Projekt und Spendenmöglichkeit unter: 
https://www.novaexhibition.com/the-tribe-of-nova-foundation

Sonntag, 24.11.2024 um 11.00 Uhr

Jawne-Salon | »Nur seine Geige ist geblieben«

Die Geschichte von Itzhak Orloff musikalisch erzählt

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

In einem moderierten Konzert erinnern Roman Salyutov (Moderation und Klavier) und Alexander Lifland (Violine) an das Leben des Holocaust-Opfers Itzhak Orloff, eines russisch-jüdischen Violinisten, der Ende des 19. Jahrhunderts noch im Zarenrussland geboren wurde. Im Mittelpunkt steht das einzig erhaltene ‚Dokument‘ von Orloffs Leben: seine Geige. Sie hat den Holocaust überlebt, ihr einstiger Besitzer nicht.

Es erklingen Werke von P. Tschaikowsky, M. Mussorgski, P. Sarasate, V. Monti, J. Brahms, J. Strauß, A. Gold, M. Ravel u. a.

Der »Jawne-Salon« ist ein Kooperationsprojekt des Lern- und Gedenkort Jawne mit Judaica Cologne. Die Veranstaltungsreihe möchte der Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens in Köln mehr Raum und Sichtbarkeit geben sowie Möglichkeiten der Begegnung schaffen.

Roman Salyutov (Klavier) © F. Bolte
Alexander Lifland (Violine) © F. Bolte