Veranstaltungen

Dienstag, 10.11.2026 um 19.00 Uhr

Lesestunde | »Der Rabbi von Bacharach« (Heinrich Heine)

Buchbesprechung mit Herbert Uerlings

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Culturea Verlag

1840 wurde die Erzählung mit einem wahrscheinlich neu geschriebenen dritten Kapitel als Fragment veröffentlicht.
Sie wird teilweise als Roman eingestuft.
Heine verarbeitete darin die Ritualmordlegende um die Wernerkapelle von Bacharach, antisemitische Pogrome im mittelalterlichen Spanien und antisemitische Angriffe, die er selbst als Student erlebt hatte.
Die Diskussionen um die Judenemanzipation und um eine etwaige Assimilation der deutschen Juden, in die Heine dort verwickelt war, spiegeln sich in einer Debatte zwischen der Titelfigur und dem spanischen Philosophen Don Isaak Abrabanel im dritten Kapitel wider.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat, organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Unser aktuelles Jahresprogramm finden Sie hier.

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de


Veranstaltungen (Archiv)

Mittwoch, 09.07.2025 um 19.00 Uhr

»… auf jeden Fall bin ich sozialistisch eingestellt.«

Der Jawne-Schüler Samuel Königshöfer und seine Zeit in England – Briefe, Postkarten und Video-Fragmente, vorgestellt von Wolfgang Richter

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Postkarte von Samuel Königshöfer vom 1. Januar 1941 an seinen Bruder Jonas, dem die Flucht nach Palästina bereits im September 1939 gelungen war.
© Lern- und Gedenkort Jawne

Samuel Königshöfer, Schüler des jüdischen Gymnasiums Jawne, war 14 Jahre alt, als er im Januar 1939 mit einem von Direktor Klibansky organisierten Kindertransport Nazi-Deutschland verlassen und nach England ausreisen konnte. Dort lebte er mit anderen Jawne-Schülern zunächst in einem Hostel in London. Noch während des Jahres 1939 fand er dort Kontakt zur zionistisch-sozialistischen Jugendbewegung Habonim. Der junge Samuel aus orthodoxem und strenggläubigem Hause, entwickelte sich in nur kurzer Zeit zu einem begeisterten, säkularen Zionisten und sah seine Perspektive nun in einem landwirtschaftlichen und kollektiven Leben in Palästina. Doch bevor er mit seinen Kameradinnen und Kameraden einen eigenen Kibbuz in Palästina bzw. Israel gründen konnte, sollten noch verschiedene Stationen der landwirtschaftlichen und ideologischen Schulung (Hachschara) in England durchlaufen werden.

Die Briefe und Postkarten die Samuel während dieser Zeit an seinen geliebten Bruder Jonas nach Palästina schrieb, sind erhalten geblieben. Sie gewähren lebendige und bewegende Einblicke in die Lebensrealität des jungen Samuel, der nun – unerwartet und plötzlich getrennt von seiner Familie – in einem fremden Land sehr schnell erwachsen werden mußte.

Wolfgang Richter (Lern- und Gedenkort Jawne), der Samuel kennenlernen durfte und seit vielen Jahren zur Geschichte der Kölner Familie Königshöfer forscht, wird Fragmente aus Samuels Briefen und Postkarten vorstellen bzw. kommentieren sowie Zusammenhänge erläutern. Außerdem wird Samuel Königshöfer (1924 – 2023) uns im Rahmen eines Video-Rundganges, entstanden im Jahr 2012, einige Minuten lang durch den Kibbuz Kfar HaNassi in Nord-Israel führen, einen Ort, den er nach seinen „englischen Jahren“ mit aufgebaut hat und dem er sein Leben lang treu geblieben ist.

Eine Begleitveranstaltung zur aktuellen Sonderausstellung »Der Trost von Freundinnen und Freunden – Kindertransporte aus Köln 1939 und die Jawne-Hostels in England«

Dienstag, 08.07.2025 um 19.00 Uhr

Lesestunde | »Der polnische Boxer« (Eduardo Halfon)

Buchbesprechung mit Jo Ojan

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Hanser Verlag

Als Kind glaubte Eduardo Halfon an die Lüge, die eintätowierten Ziffern auf dem Arm seines Großvaters seien dessen Telefonnummer. Nun, als Erwachsener, forscht er in seinem “Roman in zehn Runden” nach der wahren Geschichte: Auf seiner Spurensuche stößt er auf neue Fragen und erstaunliche Antworten.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein neues Veranstaltungsformat, gemeinsam organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Wir setzen darauf, dass auch viele sich selbst ein Buch vornehmen, um ihre Gedanken und Eindrücke dazu mit anderen zu teilen. 

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de

Dienstag, 10.06.2025 um 19.00 Uhr

Lesestunde | »Unter Freunden« (Amos Oz)

Buchbesprechung mit Barbara Walter-Jung u. Wilhelm Jung

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Suhrkamp Verlag

Amos Oz (1939 – 2018) war ein israelischer Journalist und Intellektueller. Er gilt als einer der bedeutendsten israelischen Schriftsteller.

»Unter Freunden« erzählt Geschichten aus der Zeit, die
ihn am meisten inspiriert hat: seine Kibbuz-Jahre. Es geht darin um die elementaren Kräfte menschlicher Existenz: Einsamkeit, Liebe, Verlust, Tod, Sehnsucht, Verzicht und Verlangen.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein neues Veranstaltungsformat, gemeinsam organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Wir setzen darauf, dass auch viele sich selbst ein Buch vornehmen, um ihre Gedanken und Eindrücke dazu mit anderen zu teilen. 

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de

Sonntag, 25.05.2025 um 11.00 Uhr

Jawne-Salon | Durch Bagdad fließt ein dunkler Strom

Lesung und Gespräch mit Mona Yahia

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

“Für meine Eltern, die mir Sprachen gaben statt Wurzeln”

So lautet die Widmung, die Mona Yahia ihrem 2002 erschienenen Roman voranstellt. In diesem geht es um eine jüdische Familie während der 1950er und 1960er Jahre in Bagdad. Aus der Sicht eines jungen Mädchens schildert Mona den Alltag der Familie in einer Zeit, die von zunehmender Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung geprägt ist und letztlich zur Flucht der Jüdinnen und Juden aus dem Irak führte. Das Buch gibt Einblicke in eine jüdisch-arabische Welt, die es heute nicht mehr gibt.

Mona wurde 1954 in Bagdad geboren und floh 1970 mit ihrer Familie über den Iran nach Israel. Sie studierte und arbeitete in Tel Aviv. Seit 1985 lebt Mona als Autorin und Künstlerin in Deutschland. 

© Mona Yahia

Die jüdische Schule, die Mona in Bagdad besuchte, wurde 1973 geschlossen. Aufgrund glücklicher Umstände konnte die Schulaktevon Mona Yahia, die sich im Archiv der jüdischen Gemeinde von Bagdad befand, gerettet und erhalten werden. Wir möchten daher auch gern auf die noch bis Herbst laufende Ausstellung „Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen“ im Jüdischen Museum Hohenems aufmerksam machen, in der es um die Geschichte arabisch-jüdischer Lebenswelten geht. Mona Yahias Schulakte ist dort ausgestellt.

Diese Veranstaltung des »Jawne-Salon« ist eine Kooperation mit der Germania Judaica – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V. 

Dienstag, 13.05.2025 um 19.00 Uhr

Lesestunde | »Wer wir sind« (Lena Gorelik)

Buchbesprechung mit Dilara Demirdögen, Christian Hoiß und Studierenden der Universität zu Köln

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Rowohlt

Ein Mädchen reist mit den Eltern, der Großmutter und ihrem Bruder nach Deutschland aus, in die Freiheit. Was sie dafür zurücklässt, sind ihre geliebte Hündin Asta, die Märchen-Telefonnummer und fast alles was sie mit Djeduschka, Opa, verbindet – letztlich ihre Kindheit. Im Westen merkt die Elfjährige, dass sie jetzt eine andere und “die Fremde” ist.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat, organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Wir setzen darauf, dass auch viele sich selbst ein Buch vornehmen, um ihre Gedanken und Eindrücke dazu mit anderen zu teilen. 

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de

Dienstag, 08.04.2025 um 19.00 Uhr

Lesestunde | »Der polnische Boxer« (Eduardo Halfon)

Buchbesprechung mit Jo Ojan

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Hanser Verlag

Als Kind glaubte Eduardo Halfon an die Lüge, die eintätowierten Ziffern auf dem Arm seines Großvaters seien dessen Telefonnummer. Nun, als Erwachsener, forscht er in seinem “Roman in zehn Runden” nach der wahren Geschichte: Auf seiner Spurensuche stößt er auf neue Fragen und erstaunliche Antworten.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein neues Veranstaltungsformat, gemeinsam organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Wir setzen darauf, dass auch viele sich selbst ein Buch vornehmen, um ihre Gedanken und Eindrücke dazu mit anderen zu teilen. 

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de

Sonntag, 30.03.2025 um 11.00 Uhr

Der Trost von Freundinnen und Freunden

Eröffnung der neuen Sonderausstellung

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Gruppe von Jawne-Schülerinnen mit dem Ehepaar Kahn vor dem Hostel in der Waterloo Road 391 in Manchester
© Privatarchiv Karla Yaron

Zur Eröffnung unserer neuen Sonderausstellung “Der Trost von Freundinnen und Freunden – Kindertransporte aus Köln 1939 und die Jawne-Hostels in England” laden wir Sie herzlich ein.

Einführung in die Ausstellung: Dr. Cordula Lissner

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Musik: SackScherack (Harald Sack Ziegler, Waldhorn und Dirk Schuwerack, Schlagzeug). Die beiden Kölner Musiker lassen aus dem freien Spiel von Waldhorn und Schlagzeug zarte und hypnotische Klanggebilde entstehen, die melancholisch aber auch fröhlich klingen können.

Sonntag, 23.03.2025 um 11.00 Uhr

Jawne-Salon | Die tausend Gesichter der Gitarre

Konzert und Musikgespräch mit Michael Goldort

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Michael Goldort

Michael Goldort ist in Novosibirsk geboren und aufgewachsen. Er lebt seit 20 Jahren in Köln. Mit einer abwechslungsreichen Auswahl von Stücken wird er uns einen Einblick in die musikalische Vielfalt der Gitarre bieten. Dabei werden drei verschiedene Gitarren zu hören sein. 

Gespielt werden:

Silvius Leopold Weiss (1687 – 1750) – Fantasie

W. – A. Mozart (1756-1791) – Cavatina des Figaro aus Oper “Die Hochzeit des Figaro“. Arrangement für Gitarre von M. Goldort

Fernando Sor (1778 – 1839) – Introduction and Variations on a Theme by Mozart, Op.9

M. Goldort – Potpourri aus der Oper „Rigoletto“ von Verdi

Fritz Kreisler (1885-1962) – „Liebesleid“. Arrangement von M. Goldort

Antonín Dvořák (1841 – 1904) – Slawischer Tanz Nr.2, Arrangement von M. Goldort

Francisco Tarrega (1852-1909) – Gran Jota Aragonesa

Der Eintritt ist frei – um Spenden wir gebeten.

Dienstag, 11.03.2025 um 19.00 Uhr

Lesestunde | »Kaddisch« (v. Leon Wieseltier)

Buchbesprechung mit Heinz-Peter Katlewski

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

© Hanser Verlag

Leon Wieseltier (geb. 1962) ist ein US-amerikanischer politischer Journalist und Autor sowohl fiktionaler als auch nichtfiktionaler Literatur.

»Kaddisch« ist seinem Vater gewidmet, einem Überlebenden der Shoah. Für ihn sprach der eigentlich säkular lebende Autor ein Jahr lang, dreimal täglich das Kaddisch-Gebet. Im Buch beschreibt er seine Erfahrungen damit.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein neues Veranstaltungsformat, gemeinsam organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Wir setzen darauf, dass auch viele sich selbst ein Buch vornehmen, um ihre Gedanken und Eindrücke dazu mit anderen zu teilen. 

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.d

Sonntag, 09.03.2025 um 12.00 Uhr

Finissage der Sonderausstellung »Mein Leben muss irgendwo eine Wurzel haben.«

Empfang | Führung | Cello

Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, Köln

Renate Friedländer, 2024
© Juliane Rückriem

Die Ausstellung zum Leben und Werk von Renate Friedländer, Künstlerin und Kindertransportkind, hat viele Menschen angesprochen und zum Besuch der Lern- und Gedenkortes veranlasst. Häufig hat Renate Friedländer die Besucher persönlich empfangen und durch die Ausstellung geführt. Es kamen Gruppen und Schulklassen, Interessierte und vor allem viele Familienangehörige.

Die vielfältigen Gespräche betrafen die Kunstwerke und ihre Entstehung, die verbunden sind mit der Lebensgeschichte von Renate Friedländer und ihrer Familie. Im Zentrum standen hierbei immer wieder die Erinnerungen an die nationalsozialistische Verfolgung in Berlin, die Rettung mit einem Kindertransport nach Großbritannien und die Erfahrungen in der Zeit nach der Befreiung. 

Gemeinsam mit Renate Friedländer werden wir auf die Ausstellung zurückblicken.

Die musikalische Rahmung der Finissage bieten Mara und David Lüke vom Musikzweig des Humboldt Gymnasiums in Köln mit Stücken für Cello u.a. von Bach, Händel, Bizet sowie  zeitgenössischen Komponist:innen. 

12 Uhr: Persönlicher Empfang von Renate Friedländer und Führung durch die Ausstellung | 13 Uhr und 15 Uhr: Kompositionen für Cello (Solo und Duo) | 14 Uhr: Führung

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!