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Giesberts-Lewin-Preis

Giesberts-Lewin-Preis, Skulptur von Ansgar Nierhoff (Foto: Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit)

Am 22. November 2021 wurden die Zeitzeugin und Shoah-Überlebende Tamar Dreifuss sowie der Lern- und Gedenkort Jawne mit dem Giesberts-Lewin-Preis ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit herausragendes ehrenamtliches Engagement im Einsatz gegen rassistische und antisemitische Tendenzen in der Gesellschaft und für Toleranz und Völkerverständigung in Politik, Gesellschaft und Kultur.
 
Die Preisverleihung fand in den Räumen des Käthe Kollwitz Museums statt.
Unter nachstehendem Link lässt sich die Videoaufzeichnung der Veranstaltung anschauen.

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Veranstaltung

Europäischer Tag der jüdischen Kultur 2021

Auf dem Schulhof der Jawne – eine Spurensuche für Kinder und Eltern

Uhrzeit: 12 – 13 Uhr
Referent: Adrian Stellmacher

Wir laden ein zu einer Spurensuche für Kinder und Erwachsene rund um den ehemaligen Schulhof des jüdischen »Reform-Realgymnasiums Jawne«. Das Schulgebäude steht nicht mehr, aber auf dem Gelände gibt es viele Spuren, die die Geschichte der Schule und ihrer Schüler*innen erzählen. So erfahrt Ihr auch, was es mit dem Löwenbrunnen auf dem Erich-Klibansky-Platz auf sich hat.

St. Apernstraße 29 – 31: Ein Spaziergang des Lern- und Gedenkorts Jawne zur Geschichte eines Kölner jüdischen Ortes

Uhrzeit: 14 – 15 Uhr
Referentin: Dr. Ursula Reuter

Rund um den heutigen Erich-Klibansky-Platz befand sich bis 1942 ein Zentrum jüdischen Lebens und Lernens in Köln: die Synagoge der Gemeinde Adass Jeschurun, ein Lehrerseminar, die Volksschule Moriah sowie seit 1919 das
Reform-Realgymnasium Jawne. Heute erinnert der Lern- und Gedenkort Jawne an die Geschichte des Ortes und derjenigen, die dort lehrten und lernten.

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Aktuelles

3 Fragen, 3 Antworten

Logo Kölnische Gesellschaft

Für das neue, digitale Interviewformat 3 Fragen, 3 Antworten der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, hat Ännecke Winckel drei Fragen von Marike Flömer zum Lern- und Gedenkort Jawne beantwortet.

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Video »Vernichtungsort Malyj Trostenez«

Aliaksandr Dalhouski, stellvertretender Leiter der Geschichtswerkstatt »Leonid Lewin« (Minsk) © IBB-Dortmund

Dr. Aliaksandr Dalhouski, stellvertretender Leiter der Geschichtswerkstatt »Leonid Lewin« Minsk, erläutert in einer virtuellen Exkursion zum Vernichtungsort Malyj Trostenez die weitläufige Erinnerungslandschaft am Rande von Minsk, der Hauptstadt von Belarus. Dort wurden vom Frühjahr 1942 bis Oktober 1943 mindestens 60.000 Menschen – Partisan*innen, Kriegsgefangene, Juden und Jüdinnen aus Belarus und anderen Teilen der Sowjetunion wie auch aus Deutschland, Österreich und Tschechien deportierte Juden und Jüdinnen – ermordet. Das Video gibt einen Überblick über die während der deutschen Besatzung an diesem Ort begangenen Verbrechen und die Entwicklung der Erinnerungskultur seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute.

Der Lern- und Gedenkort Jawne ist auf besondere Weise mit diesem Ort verbunden:
Am 20. Juli 1942 wurden mehr als 1.100 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus Köln und dem Rheinland nach Minsk deportiert, darunter viele Schüler:innen der Jawne, sowie Schulleiter Erich Klibansky und seine Familie. Sie alle wurden direkt nach der Ankunft in Malyj Trostenez ermordet.

Das Video wurde vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB-Dortmund) zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2021 veröffentlicht.

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28. November 1900 | 28. November 2020

Foto: Jona Hatsor

An seinem 120. Geburtstag erinnern wir an Erich Klibansky, von 1929 bis 1942 Direktor des jüdischen Gymnasiums Jawne und Retter von etwa 130 Schülerinnen und Schülern, die nur durch seine Hilfe und sein organisatorisches Geschick aus Nazi-Deutschland ausreisen konnten und überlebten.

Erich Klibansky wurde nur 41 Jahre alt. Gemeinsam mit seiner Familie wurde er am 20. Juli 1942 von Köln nach Minsk deportiert und am 24. Juli 1942 im Wald von Blagowschtschina erschossen.