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Lesestunde | »Heimkehr nach Jerusalem« (Sonia Levitin)

© Deutscher Taschenbuch Verlag

Die kleine Gruppe schwarzer Juden, deren Flucht vor der Unterdrückung in Äthiopien die Autorin beschreibt, hat nach menschlichem Ermessen kaum eine Chance. Zu groß sind die Gefahren des Weges, die von Banditen ausgehen, zu groß sind Hunger und Entbehrungen. Die uralte Weizero Channa ermutigt ihre Sippe mit einem Traum zur Heimkehr nach Zion. Auf der Flucht verlieren Desta und ihre kleine Schwester den älteren Bruder, der erschossen wird. Alles scheint nun ausweglos zu sein. Dennoch hoffen sie auf die Erfüllung des prophetischen Traumes.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat, organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Unser aktuelles Jahresprogramm finden Sie hier.

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de

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Jawne-Salon | »Aga« (Romandebüt von Agnieszka Lessmann)

Ein jüdisches Mädchen kommt aus Polen über Israel nach Deutschland – in ein Land, das ihm fremd ist und dessen Geschichte es nur erahnen kann. Zwischen verschiedenen Sprachen, Namen und Lebenswelten versucht Aga zu verstehen, was die Erwachsenen ihr nicht erzählen.

In ihrem Romandebüt »Aga« erzählt Agnieszka Lessmann eindringlich und mit feinem Humor von Kindheit, Migration und jüdischem Leben in der Nachkriegszeit. Aus der Perspektive eines Kindes entsteht das vielschichtige Porträt einer Familie, geprägt von Aufbruch, Verlust und der Suche nach Zugehörigkeit.

Foto: privat

Agnieszka Lessmann, geboren in Łódź und aufgewachsen in Polen, Israel und Deutschland, ist Lyrikerin, Hörspiel- und Feature-Autorin.
Im Jawne-Salon liest sie aus ihrem Roman und spricht über dessen Entstehung, über Erinnerung, Sprache und das Erzählen zwischen persönlicher Erfahrung und Literatur.

Der Eintritt ist frei.

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Lesestunde | »Die Memoiren der Glückel von Hameln« (Bertha Pappenheim)

© BELTZ Verlag

Im Jahr 1691 beginnt Glückel von Hameln (1645 – 1724) ihr Leben aufzuschreiben, 1910 wird Bertha Pappenheim diesen Text aus dem Jiddischen übersetzen und veröffentlichen. Es sind die Erinnerungen einer außergewöhnlichen Frau die nach dem Tod ihres Mannes zwölf Kinder allein aufgezogen hat, das Familienunternehmen allein weiterführte und wohl die erste deutsche Frau war, die ihre Autobiografie schrieb. Ihre Memoiren geben einen klaren Einblick in das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Juden Mitteleuropas im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat, organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Unser aktuelles Jahresprogramm finden Sie hier.

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de

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Sonderausstellung

Nur drei Kisten haben überlebt

Foto: Jörn Neumann

Die Ausstellung erinnert an Erich und Meta Klibansky, erstmals wurde sie 2017/18 gezeigt.
Jetzt ist sie erneut zu sehen – ergänzt um die Geschichte von drei Kisten Umzugsgut aus dem Haushalt der Familie. Nach 1945 gelangten diese auf verschlungenen Pfaden in den Besitz der Familie von Erichs Bruder, Joseph Klibansky.
In einer der Kisten befand sich ein festtägliches Porzellanservice aus Familienbesitz.

Ende 2025 erhielt der Lern- und Gedenkort Jawne einen Teil des Service als Schenkung von Jeanne Spiegel, geb. Klibansky, der Nichte von Erich und Meta Klibansky. In der Ausstellung wird die Geschichte dieser Objekte erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Historiker und Pädagoge Dr. Erich Klibansky (1900–1942) war von 1929 bis zur erzwungenen Schließung 1942 Direktor der Jawne, des damals einzigen jüdischen Gymnasiums im Rheinland. Seine Frau Meta Klibansky (1902–1942), geb. David, unterrichtete vor ihrer Eheschließung an der Israelitischen Töchterschule in Hamburg, in den letzten Jahren der Jawne auch dort.

Während der NS-Zeit engagierte sich Erich Klibansky zunehmend für eine Zukunft seiner Schüler*innen außerhalb Deutschlands. Der Plan, die gesamte Schule nach Großbritannien zu verlegen, ließ sich nicht verwirklichen. Doch konnten 1939 mehr als 130 Schüler*innen mit Jawne-Kindertransporten nach Großbritannien ausreisen.
Am 20. Juli 1942 wurde die Familie Klibansky zusammen mit mehr als 1.100 Jüdinnen und Juden aus Köln und Umgebung nach Minsk deportiert. Sie alle wurden sofort nach der Ankunft im Vernichtungsort Malyj Trostenez ermordet.

Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 11–14 Uhr, Donnerstag 11–14 Uhr und 16-19 Uhr, Sonntag 12–16 Uhr

Führung nach Vereinbarung (info@jawne.de) · Eintritt frei

Den Flyer zur Ausstellung finden Sie hier.

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Nur drei Kisten haben überlebt – Erinnerungen an Meta und Erich Klibansky

Die Ausstellung erinnert an Erich und Meta Klibansky – erstmals wurde sie 2017/18 gezeigt. Jetzt ist sie erneut zu sehen: ergänzt um die Geschichte von drei Kisten Umzugsgut aus dem Haushalt der Familie. Nach 1945 gelangten diese auf verschlungenen Pfaden in den Besitz der Familie von Erichs Bruder, Joseph Klibansky. In einer der Kisten befand sich ein festtägliches Porzellanservice aus Familienbesitz.
Ende 2025 erhielt der Lern- und Gedenkort Jawne einen Teil des Service als Schenkung. In unserer Ausstellung werden diese Objekte erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bei der Eröffnung wird Jeanne Spiegel, geb. Klibansky, die Nichte von Erich Klibansky, anwesend sein und über die Geschichte der Objekte als Teil ihrer Familiengeschichte erzählen.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

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Jawne-Salon | »Vier Tage – eine nahöstliche Tetralogie«

Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul

„Vier Tage“ erzählt anhand jeweils eines Tages das Leben von vier Generationen einer jüdischen Familie.
Vier Tage, vier Generationen, vier Welten – und doch ein gemeinsames Schicksal.

Im Mittelpunkt des eindrucksvollen Romans steht eine arabisch-jüdische Familie, deren Geschichte im Grunde das Schicksal jüdischer Menschen im Nahen Osten erzählt.
Sie ist geprägt von den Erfahrungen und den Traumata des Exils, der Entwurzelung, Anpassung und Neuorientierung. Dabei geht es in jeder Generation immer auch um Fragen nach Identität und innerer Zugehörigkeit.

© Mona Yahia

»Vier Tage« ist Mona Yahias zweiter Roman und erschien 2025 im SALONLiteraturVERLAG

Ein großartiges Werk Weltliteratur über das orientalische Judentum.“
Roland Kaufhold, Hagalil

Mona Yahia wurde 1954 in Bagdad geboren und floh 1970 mit ihrer Familie über den Iran nach Israel. Sie studierte und arbeitete in Tel Aviv. Seit 1985 lebt sie als Autorin und Künstlerin in Deutschland.
Mit ihrem Debütroman “Durch Bagdad fließt ein dunkler Strom“ war sie schon einmal zu Gast im Jawne Salon.

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Lesestunde | »Zwei Soldaten.« (Maria Lazar)

© DVB Verlag

Ein britischer Kampfpilot und ein deutscher SS-Sturmmann liegen sich als Feinde schwerstverwundet auf dem Schlachtfeld gegenüber. In ihrer letzten Stunde beginnen sich die beiden jungen Männer zu umkreisen. Im Inneren Monolog gedenken sie ihrer Liebsten zuhause, lassen die eigene Vergangenheit und Gegenwart vor dem geistigen Auge aufflammen. Doch der Krieg kennt keine Versöhnung. Eine Verständigung bleibt bis zuletzt unmöglich.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat, organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Unser aktuelles Jahresprogramm finden Sie hier.

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de

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Lesestunde | »Die Hochzeitsgabe« (Geraldine Brooks)

© btb Verlag

Die Buchrestauratorin Hanna wird 1996 von Sydney in das vom Bürgerkrieg zerrissene Sarajevo gerufen. Sie soll dort die kostbare Sarajevo-Haggadah, eine jüdische Handschrift aus dem 15. Jahrhundert untersuchen. In der Bibliothek angekommen, trifft sie auf den zurückhaltenden moslemischen Museumsleiter, der das Buch vor der Zerstörung gerettet hat. Er irritiert und fasziniert sie gleichermaßen. Und je mehr sich Hanna auf ihrer Spurensuche durch ganz Europa, mit der Schrift und ihrer geheimnisvollen Geschichte beschäftigt, desto mehr wird sie auch mit ihrer Vergangenheit und Herkunft konfrontiert,

Die Lesestunde in der Jawne ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat, organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Unser aktuelles Jahresprogramm finden Sie hier.

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de

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Lesestunde | »Gewässer im Ziplock« (Dana Vowinckel)

© Suhrkamp Verlag

Ein Sommer zwischen Berlin, Chicago und Jerusalem. Wie jedes Jahr verbringt die fünfzehnjährige Margarita ihre Ferien bei den Großeltern in den USA. Doch sie hat Heimweh, nach ihren Freunden und ihrem Vater. Die Mutter hat die beiden verlassen, als Margarita drei Jahre alt war. Höchste Zeit, beschließt der Familienrat, dass sie einander besser kennenlernen. Und so wird Margarita in ein Flugzeug nach Israel gesetzt, wo ihre Mutter seit Kurzem lebt. Gleich nach der Ankunft geht alles schief.

Die Lesestunde in der Jawne ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat, organisiert von „Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in Köln“ und der „GERMANIA JUDAICA – Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.“

Jede und jeder ist eingeladen die oder der Freude daran hat sich aktiv mit jüdischer Literatur zu beschäftigen. Unser aktuelles Jahresprogramm finden Sie hier.

Die Teilnahme an den Lesestunden ist kostenlos (Spenden sind willkommen). Wir bitten um Anmeldung per Mail unter: lesestunde_jawne@email.de

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»DENKMAL AM ORT«

Der Lern- und Gedenkort Jawne beteiligt sich mit zwei Führungen bzw. Rundgängen am Programm des überregionalen Projektes DENKMAL AM ORT. Details zu den Veranstaltungen in Köln finden Sie hier.

13:30 Uhr | Die Jawne – ein Zentrum jüdischen Lebens und Lernens in Köln (1919-1942)

Auf dem Erich-Klibansky-Platz nahe des Friesenviertels sprudelt der Löwenbrunnen. Er erinnert an die Deportation und Ermordung jüdischer Kinder und Jugendlicher aus Köln und an eines der Zentren jüdischen Lebens in der Domstadt. Neben einer Synagoge gehörte das Jüdische Gymnasium Jawne dazu.
Heute befindet sich hier der Lern- und Gedenkort Jawne, der die Geschichte der Schule und ihrer Schüler*innen lebendig hält. Eine Führung durch die Ausstellung und ein Gang um den ehemaligen Schulhof machen den Ort erfahrbar.

Eva Alsberg mit ihrem Bruder Fritz in London, 1940
© NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

14:30 Uhr | Spurensuche: Eva Alsberg – eine Schülerin der Jawne und die Geschichte ihrer Familie

Die Entfernung zwischen der Königin-Luise-Schule und der Jawne beträgt heute kaum 100 Meter. Doch für meine Mutter, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft diese Schule verlassen musste und auf die Jawne wechselte, muss es ein langer und schwieriger Weg gewesen sein.” (Barbara Walker)

Stadtteilrundgang auf der Suche nach Spuren, die Eva Alsberg und ihre Familie in der näheren Umgebung der Jawne hinterlassen hat. Die Künstlerin Barbara Walker aus Berlin und Tochter von Eva Alsberg wird den Rundgang mit Fotografien, Dokumenten und Erzählungen aus dem Familienkontext begleiten.