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Einladung zur Finissage

der Ausstellung Gerettet – auf Zeit. Kindertransporte nach Belgien 1938/1939
im Nordfoyer des LVR-Landeshauses, Kennedy-Ufer 2, Köln-Deutz

Am Sonntag, 2. Februar 2020 endet die Ausstellung Gerettet – auf Zeit. Kindertransporte nach Belgien 1938/1939. Ab 15.00 Uhr werden wir noch einmal auf die Ausstellung zurückblicken. Dazu erwarten wir auch die Kinder und Enkel der in unserer Ausstellung porträtierten Toni, Betty und Dora Steuer aus den USA. Musikalisch begleitet wird die Finissage vom Orchester Pension Tina aus Leverkusen.

Aber vorher möchten wir Sie herzlich zu zwei offenen Führungen durch die Ausstellung am Sonntag, den 26. Januar 2020 einladen. Die Kurator*innen Änneke Winckel und Adrian Stellmacher werden Sie um 12 und um 15 Uhr durch die Ausstellung begleiten.



Gerettet – auf Zeit

Filmprogramm vom 17. bis 19. Januar 2020

Filmforum im Museum Ludwig
Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Nach den Novemberpogromen wurden von Ende 1938 bis Sommer 1939 knapp tausend jüdische Kinder aus dem Deutschen Reich und Österreich in 17 Kindertransporten nach Belgien in Sicherheit gebracht – eine nur vorläufige Sicherheit, wie sich im Mai 1940 herausstellte. Nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Belgien leisteten jedoch viele Belgierinnen und Belgier Widerstand gegen den Nationalsozialismus, verhalfen Jüdinnen und Juden zur Flucht oder versteckten sie vor den Deutschen. Vor allem Kinder, die »enfants cachés«, konnten auf diese Weise gerettet werden.

Die Ausstellung des Lern- und Gedenkorts Jawne, die vom 28. November 2019 bis zum 2. Februar 2020 im Nordfoyer des LVR-Landeshauses in Köln-Deutz zu sehen ist, widmet sich erstmals dieser Thematik.

Ein Filmwochenende vom 17. bis 19. Januar 2020 begleitet die Ausstellung.



Freitag, 17. Januar 2020

19.00 Uhr
Comme si c’était hier (As If It Were Yesterday)
B 1980, 85 Min., digital, OmI
R: Myriam Abramowicz, Esther Hoffenberg

Récits de Sam (My Father)
F 2009, 14 Min., digital, OmU
R: Esther Hoffenberg
Mit Esther Hoffenberg, Regina Suchowolski-Sluszny, Änneke Winckel und Marcus Seibert

Samstag, 18. Januar 2020

15.00 Uhr
Secret Lives: Hidden Children and Their Rescuers During WWII
USA 2002, 90 Min., digital, OF
R: Aviva Slesin
Mit Adrian Stellmacher, Änneke Winckel und Werner Fleischer

18.00 Uhr
Kichka. Life is a Cartoon
D/P/B/F/ISR 2018, 75 Min., digital, OmU
R: Delfina Jalowik, Jürgen Kaumkötter
Mit Jürgen J. Kaumkötter, Henri Roanne-Rosenblatt, Ursula Reuter und Claire Merkord

20.30 Uhr
Der alte Mann und das Kind (Le vieil homme et l’enfant)
F 1967, 87 Min., 35mm, DF
R: Claude Berri
Einführung: Marcus Seibert

Sonntag, 19. Januar 2020

12.00 Uhr
No Home Movie
B/F 2015, 115 Min., OmeU
R: Chantal Akerman
Anschließend Vortrag und Diskussion: Kritik des postnazistischen Umgangs mit der Vergangenheit von Marlene Gallner

15.30 Uhr
Sarahs Schlüssel (Elle s’appelait Sarah)
F 2010, 111 Min., digital, DF
R: Gilles Paquet-Brenner
Einführung: Werner Fleischer und Marcus Seibert

18.00 Uhr
Le Chant du rossignol
B 1978, 52 Min, OmU
R: Jean-Pierre und Luc Dardenne
Einführung: Marcus Seibert

19.15 Uhr
Les enfants sans ombre (Children without a Shadow)
B 2009, 66 Min., OmeU
R: Bernard Balteau
Mit Renée Grabiner, Adolphe Nysenholc, Adrian Stellmacher, Änneke Winckel und Marcus Seibert

Nähere Informationen zu den Filmen entnehmen Sie bitte dem offiziellen Filmflyer (PDF-Dokument).



Gerettet – auf Zeit

Kindertransporte nach Belgien 1938/1939

Eine Ausstellung des Lern- und Gedenkorts Jawne
in Kooperation mit Anne Prior

29. November 2019 bis 2. Februar 2020

Landschaftsverband Rheinland
Landeshaus, Nordfoyer, Kennedy-Ufer 2, 50679 Köln-Deutz

Montag bis Freitag und Sonntag 8 bis 18 Uhr
Führungen nach Vereinbarung (info@jawne.de)
Eintritt frei

Aus dem gesamten Deutschen Reich können 1938 und 1939 etwa tausend jüdische Kinder der Ausgrenzung und Verfolgung im nationalsozialistischen Deutschland entkommen: In 17 Kindertransporten werden sie nach Belgien in Sicherheit gebracht – eine nur vorläufige Sicherheit, wie sich spätestens nach der deutschen Besetzung Belgiens im Mai 1940 herausstellt.

Ermöglicht werden die Kindertransporte durch das außergewöhnliche Engagement vieler Organisationen und Individuen in Belgien und im Deutschen Reich. Wichtige Impulse gehen von dem Israelitischen Waisenhaus in Dinslaken aus. Neben den zentralen Stellen in Berlin und Wien übernimmt der Provinzialverband für jüdische Wohlfahrtspflege in der Rheinprovinz mit Sitz in Köln bedeutende Organisationsaufgaben. Der Stadt Köln kommt aufgrund ihrer geografischen Lage und der Größe der jüdischen Gemeinde eine besondere Rolle zu.

Die Ausstellung stellt nahezu unbekannte Rettungsgeschichten und die außergewöhnlichen Lebenswege der geretteten Jungen und Mädchen vor. Nicht zuletzt thematisiert sie die große Hilfsbereitschaft der belgischen Bevölkerung, der viele Kinder ihr Leben verdanken.

In Kooperation mit der Ausstellung wird eine skulpturale Installation des Künstlers Ludwig Dunkel gezeigt.

Bitte beachten Sie die ausstellungsbegleitende Filmreihe »Gerettet – auf Zeit« vom 17. bis 19. Januar 2020 im Filmforum NRW im Museum Ludwig.

In Korrespondenz zur Ausstellung stellen Schülerinnen und Schüler des Robert-Schuman-Instituts in Eupen, Studienrichtung Angewandte Kunst und Grafik, Stimmungsbilder zu Kindertransporten aus. Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Erich-Klibansky-Platz, Albertusstraße 26, 50667 Köln.