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Kölner Museumsnacht 2018

Am Samstag, 3. November 2018 beteiligt sich der Lern- und Gedenkort Jawne wieder an der Kölner Museumsnacht. Nähere Informationen bald auch hier.


Programm:

Inna Sokol (© privat)

19.30 Uhr

Konzert:
Inna Sokol singt jüdische Volkslieder

Die Sängerin Inna Sokol hat an der berühmten Musikhochschule Gnessin in Moskau studiert und lebt heute in Köln. Sie singt jüdische Volkslieder, aber auch Klassiker von Franz Schubert, Pjotr Tschaikowski und anderen.



Gedenkstunde für die aus Köln deportierten und ermordeten Kinder







Erich Wolfgang Korngold (Foto: Madame d'Ora, Bildarchiv Austria, gemeinfrei)

21.30 Uhr

Konzert:
Erich Wolfgang Korngold und seine Musik

Obwohl epigonal-konservativer Komponist, war Erich Wolfgang Korngold (1897–1957) als österreichischer Jude vom NS-Regime als »entartet« gebrandmarkt. Der im »Dritten Reich« verfemte und schließlich in die USA emigrierte Komponist wurde einer der wichtigsten Filmkomponisten Hollywoods; zwei seiner Filmmusiken wurden mit dem Oscar prämiert. Nach dem Krieg gelang es ihm nicht mehr, an seine früheren Erfolge mit klassischer Orchestermusik anzuknüpfen, seine Werke wurden ignoriert und vergessen. Erst in den 1970er Jahren wurden die Werke des genialen Komponisten neu aufgelegt und seitdem verschiedentlich wieder aufgeführt. Nach einer kurzen Einführung präsentiert Sebastian Olles (Klavier) Fragmente aus dem Werk Korngolds, darunter aus seinem wohl bedeutendsten Erfolg, der Oper »Die tote Stadt« (1920, uraufgeführt am Stadttheater Köln und in Hamburg).



Gedenkstunde für die deportierten und ermordeten jüdischen Kinder und Jugendlichen aus Köln

Am 9. November 1938 – also vor 80 Jahren – wurden in ganz Deutschland jüdische Einrichtungen zerstört, jüdisches Eigentum beschädigt, Jüdinnen und Juden verhaftet und die ersten Ermordungen geschahen. Der Arbeitskreis des Lern- und Gedenkortes Jawne lädt am Freitag, 9. November 2018 von 12.00 Uhr bis etwa 12.45 Uhr zu einer Gedenkstunde am Löwenbrunnen ein.

Schülerinnen und Schüler, die am Vormittag in der Jawne einen Workshop durchführen, präsentieren ihre Ergebnisse, Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes wird eine Ansprache halten – und mit Henny Franks wird eine Zeitzeugin anwesend sein. Sie ist für eine Woche in Köln zu Gast und führt Gespräche mit Lehrern und Schülern in Köln. Die 95-Jährige wurde mit den Kindertransporten der Jawne nach England gerettet, dort lebt sie bis heute, ist aber gerne zu Besuch in Köln. Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Gedenkstunde am Löwenbrunnen teilzunehmen.

Freitag, 26. Januar 2018, 12.30 Uhr
Kindergedenkstätte Löwenbrunnen am Erich-Klibansky-Platz (Albertusstr. 26) in Köln

Die Gedenkstunde wird von der Synagogen-Gemeinde Köln, dem Katholischen Stadtdekanat und dem Evangelischen Kirchenverband Köln und Region in Verbindung mit dem Lern- und Gedenkort Jawne veranstaltet. Auch in diesem Jahr werden mehrere Schülergruppen die Gedenkstunde mitgestalten.





Details zu den Veranstaltungen des Begleitprogramms:

Ausstellungseröffnung:
Vernichtungsort Malyj Trostenez
Geschichte und Erinnerung

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19.00 Uhr
EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23–25, Köln


Podiumsdiskussion:
»Vergessen kann man‘s nicht und verstehen kann man‘s auch nicht«

Kurt Marx wurde 1925 in Köln als einziges Kind von Siegmund und Irma Marx geboren. Obwohl seine Eltern sich um eine gemeinsame Emigration in die USA bemühten, unterstützten sie zunächst die Ausreise ihres Sohnes nach England. 1939 kam er mit einem von Dr. Erich Klibansky, dem Direktor der Jawne, organisierten Kindertransport nach London. Die Eltern von Kurt Marx konnten sich nicht retten. Sie wurden im Juli 1942 nach Malyj Trostenez deportiert und dort ermordet.

Moderation: Larissa Schmitz

Mittwoch, 8. November 2017, 19.00 Uhr
EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23–25, Köln



Stadtführung:
Der Vernichtungsort Malyj Trostenez
Eine Stolpersteinführung
Mit Dr. Katja Lambert

Die internationale Sonderausstellung Malyj Trostenez erinnert anhand einzelner Schicksale an die Geschichte des Vernichtungslagers und die Ermordung der meist jüdischen Opfer. In einer zweistündigen Führung durch Köln wird von Stolperstein zu Stolperstein der Schicksale der über 1.000 Kölnerinnen und Kölner gedacht, die von Köln nach Belarus deportiert und ermordet wurden. Sowohl in der Ausstellung als auch in der Führung spielt die Kölner Jawne eine besondere Rolle. Deren Direktor Dr. Erich Klibansky wurde mit seiner Familie und seinen Schülerinnen und Schülern in das Vernichtungslager deportiert und ermordet.
 
Sonntag, 19. November 2017, 14.00 Uhr
Treffpunkt: NS-Dokumentationszentrum

Kosten: 8 Euro
Anmeldung bis zum 15.11.2017 unter www.museenkoeln.de


Vortrag:
Zur Geschichte der Wahrnehmung
von Malyj Trostenez
Mit Dr. Aliaksandr Dalhouski

Der Vortrag thematisiert die Probleme der Historisierung sowie Besonderheiten der sowjetischen Wahrnehmung und Gestaltung von Gedenkstätten an den Orten der Massenvernichtung bei Malyj Trostenez. Auch geht es um gegenwärtige Tendenzen zur Transformation des sowjetischen Gedenkortes in einen gesamteuropäischen Erinnerungsort.

Dienstag, 28. November 2017, 19.00 Uhr
EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23–25, Köln



Kölner Museumsnacht 2017

Film:
Die vergessenen Kinder von Köln
Deportation Köln – Minsk/Malyj Trostenez

Dokumentarfilm von Jürgen Naumann, D 2006, 60 Min.
Anschließendes Podiumsgespräch mit Paul Kohl

Jürgen Naumann folgt den Spuren von über dreihundert jüdischen Kindern und Jugendlichen, die im Juli 1942 von Köln aus deportiert wurden. Viele von ihnen hatten in der Jawne, dem einzigen jüdischen Gymnasium im Rheinland, Zuflucht gefunden. Ehemalige Schülerinnen und Schüler der Jawne, die auf Kindertransporten nach Großbritannien durch den Direktor der Schule Dr. Erich Klibanksy gerettet werden konnten, berichten über das Schicksal von Schulkameraden und Familienangehörigen.

Donnerstag, 7. Dezember 2017, 19.00 Uhr
EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23–25, Köln



Am Samstag, 4. November 2017 (19.00 bis 2.00 Uhr) beteiligt sich der Lern- und Gedenkort Jawne wieder an der Kölner Museumsnacht. Nähere Informationen siehe auch hier.


Programm:

Gerda und Kurt Eisler auf dem See Genezareth bei Tiberias, 1949. © Gerda Eisler

19.30 Uhr

Gerda Eisler: Alles, woran ich glaube, ist der Zufall. Eine Jugend in Graz und Tel Aviv
Buchvorstellung mit Gerda Eisler und der Autorin Inga Fischer

»Alles, woran ich glaube, ist der Zufall« – In ihrem Buch schildert die jüdische Zeitzeugin Gerda Eisler, wie sie die Machtergreifung der Nazis in Österreich erlebt und als Zwölfjährige mit ihren Eltern nach Palästina flieht. Dort dient sie als junge Frau im Unabhängigkeitskrieg. Seit 1969 lebt sie in Deutschland, doch Graz und Tel Aviv bleiben die Orte, die ihr Leben ganz wesentlich geprägt haben.


Meitar Duo © Privat

20.30 und 21.30 Uhr

Ein jüdisches und israelisches Potpourri
Konzert mit dem Meitar Duo –
Sivan Yonna (Gesang) und Tal Botvinik (Gitarre)


Das Meitar Duo ist ein junges Ensemble aus zwei israelischen Musikern, die in Köln leben. Beide haben bereits viele Erfahrungen als Solisten und Kammermusiker gesammelt – ihre gemeinsame Leidenschaft für jüdische und israelische Musik führte sie jetzt zusammen.

Das Meitar Duo bringt ein reiches Repertoire auf die Bühne: „Eretz Israel Hayafa“-Lieder (klassische israelische Lieder), sephardische und Ladino-Lieder in originalen Arrangements und ein klassisches Repertoire von jüdischen Komponisten der Vergangenheit und Gegenwart – ein Mosaik, das die reiche israelische und jüdische Musikkultur widerspiegelt.



Öffentliches Gedenken anlässlich des 75. Jahrestages der Deportation und Ermordung von 1.164 jüdischen Menschen aus Köln und dem Kölner Umland

Am 20. Juli 1942 verließ gegen 15 Uhr ein als TRANSPORT DA 219 bezeichneter Zug den Köln-Deutzer Bahnhof in Richtung Minsk in Weißrussland. Darin befanden sich 1164 Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder, die sich am Tage zuvor in den Kölner Messehallen hatten einfinden müssen; einige Personen wurden auch mit Lastwagen dorthin gebracht.

Mitzubringen waren die Wohnungsschlüssel, »Wertsachen jeder Art«, ein Rucksack mit Bettwäsche und Kleidern sowie Verpflegung für drei Tage und 50 Reichsmark, denn die Reise in den Tod musste selbst bezahlt werden.

Viele Menschen kamen aus Köln, aber auch aus dem Kölner Umland, zum Beispiel aus Troisdorf und Siegburg und etwa 220 aus Bonn.

Auch Erich Klibansky, der Direktor des jüdischen Gymnasiums Jawne (St.-Apern-Straße, Nähe Friesenplatz), befand sich mit seiner Mutter, seiner Frau Meta und den drei Söhnen auf dem sogenannten TRANSPORT DA 219. Rektor Klibansky war es im Verlauf des Jahres 1939 gelungen, etwa 130 seiner Schülerinnen und Schüler mit Kindertransporten nach Großbritannien zu bringen und so vor der Deportation und Ermordung zu retten.

Nach vier Tagen erreichte der Zug schließlich den Bahnhof im fernen Minsk. Sämtliche Deportierte wurden noch am gleichen Tag in den einige Kilometer südöstlich von Minsk gelegenen Wald von Blagowschtschina gebracht und dort erschossen. Einige der Opfer wurden möglicherweise auch in sogenannten »Gaswagen« ermordet; auch diese wurden dort ab Juni 1942 bei den Tötungsaktionen eingesetzt. HistorikerInnen schätzen heute, dass mindestens 60.000 Menschen im Wald von Blagowschtschina ermordet wurden.

Am 75. Jahrestag des Verbrechens möchten wir vor der ehemaligen Wohnung der Familie Klibansky an das Geschehene erinnern, das Rettungswerk Erich Klibanskys und seine Familie vorstellen, über die Umstände der Deportation und die NS-Verbrechen in Weißrussland informieren und der Opfer gedenken.

Dazu laden wir alle Nachbarinnen, Nachbarn und alle anderen interessierten Menschen sehr herzlich ein!

Gedenkveranstaltung vor der ehemaligen Wohnung der Familie Klibansky

Donnerstag, 20. Juli 2017, 18.00 Uhr
Volksgartenstraße 10, Köln (Südstadt)

Veranstaltet von Nachbarinnen und Nachbarn in Zusammenarbeit mit dem Lern- und Gedenkort Jawne



Gedenkstunde für die aus Köln deportierten und ermordeten Kinder

Freitag, 27. Januar 2017, 12.30 Uhr
Kindergedenkstätte Löwenbrunnen am Erich-Klibansky-Platz (Albertusstr. 26) in Köln

Die Gedenkstunde wird von der Synagogen-Gemeinde Köln, dem Katholischen Stadtdekanat und dem Evangelischen Kirchenverband Köln und Region in Verbindung mit dem Lern- und Gedenkort Jawne veranstaltet. In diesem Jahr werden neben VertreterInnen dieser Institutionen und Bürgermeister Hans-Werner Bartsch Schülerinnen und Schüler aus Leverkusen, Neuss und Mechernich die Gedenkstunde mit Beiträgen gestalten.



Filmvorführung:
»Erhobenen Hauptes. (Über)leben im Kibbuz Ma’abarot«

Im Anschluss: Gespräch mit den anwesenden Regisseur*innen

Dienstag, 24. Januar 2017, 19.30 Uhr
Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstraße 26, 50667 Köln

Anlässlich des 72. Jahrestages der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zeigen wir den Dokumentarfilm »Erhobenen Hauptes. (Über)leben im Kibbuz Ma’abarot«.

Im Anschluss findet ein Gespräch mit den anwesenden Regisseur*innen statt.

Die Lebensgeschichten von fünf Personen, die zwei Dinge teilen: Sie alle sind als Kinder in Deutschland geboren und aufgewachsen und wurden als Juden und Jüdinnen ab 1933 von den Nazis verfolgt – und sie alle leben im gemeinschaftlich-sozialistisch organisierten Kibbuz Ma’abarot in Israel. Wann, wie und warum sie dorthin kamen, erzählen sie auf eindrückliche Weise. Wenn sie vom Leben im Kibbuz berichten, spürt man ihre Begeisterung und Leidenschaft.

Eine Veranstaltung des Jugendclub Courage Köln e.V. in Zusammenarbeit mit dem Lern- und Gedenkort Jawne.



Filmvorführung:
»Erhobenen Hauptes. (Über)leben im Kibbuz Ma’abarot«

Im Anschluss: Gespräch mit den anwesenden Regisseur*innen

Dienstag, 24. Januar 2017, 19.30 Uhr
Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstraße 26, 50667 Köln

Anlässlich des 72. Jahrestages der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zeigen wir den Dokumentarfilm »Erhobenen Hauptes. (Über)leben im Kibbuz Ma’abarot«.

Im Anschluss findet ein Gespräch mit den anwesenden Regisseur*innen statt.

Die Lebensgeschichten von fünf Personen, die zwei Dinge teilen: Sie alle sind als Kinder in Deutschland geboren und aufgewachsen und wurden als Juden und Jüdinnen ab 1933 von den Nazis verfolgt – und sie alle leben im gemeinschaftlich-sozialistisch organisierten Kibbuz Ma’abarot in Israel. Wann, wie und warum sie dorthin kamen, erzählen sie auf eindrückliche Weise. Wenn sie vom Leben im Kibbuz berichten, spürt man ihre Begeisterung und Leidenschaft.

Eine Veranstaltung des Jugendclub Courage Köln e.V. in Zusammenarbeit mit dem Lern- und Gedenkort Jawne.



Josef Wißkirchen (© Josef Wißkirchen)

Lichtbildvortrag von Josef Wißkirchen
mit der Zeitzeugin Edith Schmitz

Moderation: Manfred Hoeffken (WDR)

Donnerstag, 17. November 2016, 19.00 Uhr
Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstraße 26, 50667 Köln

Deportiert, als alle schon ans Ende dachten: Emil Marx
XII/10 – ein bisher übersehener Kölner Transport im Februar 1945


Noch am 14. Februar 1945, drei Wochen vor dem Einmarsch der Amerikaner, wurde der Kölner Kaufmann Emil Marx zusammen mit 13 Kölner Juden nach Theresienstadt deportiert: in einem 616 Personen umfassenden Sammeltransport von Personen aus dem Rheinland, Westfalen, Frankfurt, Halle und Leipzig. In Theresienstadt wurde der Transport mit der römischen Ziffer XII (für Frankfurt) versehen. Dass in ihm auch 13 Kölner waren, von denen zwei starben, wurde bisher übersehen. Wegen der Bombardierung Dresdens musste der Zug über Nebenstrecken umgeleitet werden. Anhand wertvoller Dokumente aus dem Besitz der Tochter Edith Schmitz geb. Marx (u.a. mehrere Postkarten, die der Vater während der viertägigen Fahrt geschrieben hat), werden der Transport und das Schicksal der Familie genau dokumentiert. Der Vortrag fußt auf Wißkirchens 2016 im Klartext-Verlag erschienenen Buch »Verfolgte Nachbarn am Gillbach – Juden in Rommerskirchen«. Die Flucht- und Verfolgungsgeschichten zahlreicher Kölner Juden, die ihre familiären Wurzeln in Rommerskirchen hatten, werden darin beschrieben.

Edith Schmitz, die Tochter von Emil Marx, stellt sich nach dem Vortrag den Fragen des Publikums.

Zum Flyer der Veranstaltung mit weiteren Informationen geht es hier (Link führt zu einer externen PDF-Datei).



Gedenkstunde für die deportierten und ermordeten jüdischen Kinder und Jugendlichen aus Köln

Am Mittwoch, den 9. November 2016, findet von 12.00 bis etwa 12.45 Uhr am Löwenbrunnen die diesjährige Gedenkstunde anlässlich der Pogrome von 1938 statt. Wir erinnern an diese Pogrome der Nationalsozialisten gegen die jüdische Bevölkerung, die es nicht nur in Köln, sondern im gesamten Deutschen Reich gab. Der damalige Direktor des Jüdischen Gymnasiums, Dr. Erich Klibansky, intensivierte anschließend seine Bemühungen um ein Rettungsprogramm für die jüdischen Kinder und Jugendlichen: Er konnte auf dem Weg der Kindertransporte zwar nicht die ganze Schule nach England umsiedeln, rettete aber auf diesem Weg über 130 Kindern und Jugendlichen das Leben.

Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 der Johannes-Gutenberg-Realschule in Bergisch Gladbach werden vormittags zur Geschichte der Jawne, zu den Novemberpogromen und zur Rettungsgeschichte der Kindertransporte arbeiten. Davon werden sie in der Gedenkstunde berichten. Für die Stadt Köln wird Bürgermeister Hans-Werner Bartsch zu den Schülern und Anwesenden sprechen.



Kölner Museumsnacht 2016

Am Samstag, 29. Oktober 2016 beteiligt sich der Lern- und Gedenkort Jawne wieder an der Kölner Museumsnacht. Nähere Informationen bald auch hier.


Programm:

erinnertes vergessen. Dortmund, Hiltropwall 1900–1938. Foto und ©: Ulrich Knufinke.

20.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung »erinnertes vergessen« und Vortrag
Synagogenarchitektur in Deutschland heute
Seit 1990 sind in Deutschland zahlreiche neue Synagogen und jüdische Gemeindeeinrichtungen entstanden. Die manchmal spektakulären Bauwerke, die in Wort und Bild vorgestellt werden, gehören zu den interessantesten Beispielen gegenwärtiger Architektur und weisen auf die reiche, zugleich aber umstrittene religiöse und kulturelle Vielfalt in unseren Städten hin.
Ulrich Knufinke, Architekturhistoriker, Kurator und Autor


Jacques Neureuter. Foto und ©: Jacques Neureuter.

21.00 und 22.00 Uhr

Faschismen und Shoah auf Korfu

Konzert
Seltene & magische Celloklänge für eine lange Nacht
Ausgewählte Stücke für Cello aus dem 20. Jahrhundert, gespielt von Jacques Neureuter.


23.00 Uhr

Film
Ein vergessener Gerechter. Konsul Feliks Chiczewski (1889–1972)
Ein berührender Dokumentarfilm aus dm Jahr 2015 von Jacek Kubiak und der Fundacja TRES über die »Polenaktion« 1938 in Leipzig und den Mut eines polnischen Diplomaten. Gefördert von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.





Ludwig Meidner, Selbstporträt / © Ludwig Meidner-Archiv, Jüdisches Museum Frankfurt am Main

Sonderausstellung
Horcher in die Zeit – Ludwig Meidner, Expressionist, Zeichenlehrer an der Jawne

Im Lern- und Gedenkort Jawne ist noch bis Mitte Oktober 2016 erneut die Ausstellung über den Expressionisten Ludwig Meidner zu sehen, der von 1935 bis 1939 am Jüdischen Gymnasium Jawne als Zeichenlehrer gearbeitet hat. Gezeigt werden Reproduktionen von Bildern und Zeichnungen Meidners seiner gesamten Schaffenszeit, vor allem aber der Kölner Zeit, sowie dokumentarisches Material wie Briefe und persönliche Erinnerungen von Schülern an ihren unkonventionellen Zeichenlehrer.





Vortrag und Diskussion mit Diana Siebert

Donnerstag, 6. Oktober 2016, 19.30 Uhr
Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26, 50667 Köln


Die Korfu war früher eine international hart umkämpfte griechische Insel. Hier lebten seit Jahrhunderten nicht nur Orthodoxe, sondern auch Juden und Katholiken. Selbst nach einem Pogrom 1891 wohnten hier 2.000 Menschen im jüdischen Stadtviertel. Das blieb auch so, als Griechenland Monarchie, Republik, faschistische Diktatur und von Mussolini besetzt war. Doch die deutschen Besatzer deportierten 1944 fast die gesamte griechische Bevölkerung jüdischer Konfession ins Vernichtungslager nach Auschwitz. Wie konnte das passieren?

Die Historikerin Diana Siebert räumt dieser Frage in ihrer neuen Veröffentlichung »Aller Herren Außenposten – Korfu von 1797 bis 1944« breiten Raum ein.

Der Jugendclub Courage Köln e.V. lädt gemeinsam mit der Initiativgruppe Griechische Kultur (POP) und dem Lern- und Gedenkort Jawne zur Vorstellung des Buches und zur Diskussion mit der Autorin ein.



Anne Prior

»Geben Sie diese Kinder nicht auf!«

Kindertransport nach Belgien und die Schicksale der Bewohner des Israelitischen Waisenhauses Dinslaken 1938–1945

Buchvorstellung mit Anne Prior, Dinslaken

Donnerstag, 30. Juni 2016, 19.00 Uhr
Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstraße 26, 50667 Köln

Das neue Buch von Anne Prior rekonstruiert ein fast unbekanntes Kapitel aus der Geschichte der Kindertransporte aus NS-Deutschland, in dem auch Köln eine wichtige Rolle spielt.

Ende Dezember 1938 erreichten 250 jüdische Kinder und Jugendliche aus Deutschland mit dem ersten von insgesamt vier Kindertransporten das Nachbarland Belgien. Unter dem Eindruck der Ereignisse vom 9./10. November hatte der belgische Staat den unbegleiteten Kindern die Einreise bewilligt. Auch Kinder und Jugendliche aus dem Israelitischen Waisenhaus Dinslaken gelangten mit diesem Transport nach Brüssel, nachdem das Gebäude am Morgen des 10. November 1938 überfallen, teilweise zerstört und seine Bewohner vertrieben worden waren. In den folgenden Tagen gelangten die Kinder und Jugendlichen nach Köln.

Im Wohlfahrtsamt der Synagogengemeinde Köln in der Rubensstraße 33 erfolgten in den nächsten Wochen die Vorbereitungen für die Kindertransporte nach Belgien. Die Kinder aus dem Waisenhaus erreichten Ende Dezember 1938 mit Kindern und Jugendlichen aus dem gesamten Rheinland, aber auch aus Berlin und Wien, das Nachbarland Belgien.



Nechuma Lubelski und ihr Sohn Chaim

Film: »L'chaim! – Auf das Leben!«
Anschließend Begegnung und Diskussion mit dem Filmemacher Elkan Spiller

Mittwoch, 25. Mai 2016, 19.00 Uhr
Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstraße 26, 50667 Köln

Chaim ist 63 und zieht zu seiner Mutter, einer KZ-Überlebenden, in ein jüdisches Altenwohnheim. Das gemeinsame Leben der beiden ist von Zärtlichkeit, liebevollen Sticheleien und Humor geprägt. Mit großer Nähe begleiteten wir ihren Alltag, teilen ihre Gedanken und ihr Lachen. Der Film wirft Fragen zur Familie auf, Fragen nach dem, was uns die Eltern mit- und was wir ihnen zurückgeben. Lebenskünstler Chaim scheint verloren zu sein, doch er ist überall zu Hause und dabei immer authentisch. Auf das Leben!

Zum Trailer des Films geht es hier.

Eine Veranstaltung in der Reihe »Rückkehr nach Deutschland«. Diese Reihe versucht die Geschichte von Juden zu ergründen, die nach 1946 zurück nach Deutschland kamen.

Veranstalter: Jüdischer Nationalfonds (Israels führende gemeinnützige Umweltorganisation für Aufforstung und Wassermanagement), in Kooperation mit dem Lern- und Gedenkort Jawne.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Tal Kaizman, telefonisch unter (0160) 93 778 778 oder per E-Mail: tal@jnf-kkl.de.



David Seehaus-Finkelgruen und Peter Finkelgruen

Peter Finkelgruen und sein Enkel David Seehaus-Finkelgruen erzählen von ihrer Reise nach Shanghai, dem Geburtsort von Peter Finkelgruen

Sonntag, 24. April 2016, 17.00 Uhr
Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstraße 26, 50667 Köln

Eine Veranstaltung in der Reihe »Rückkehr nach Deutschland«. Diese Reihe versucht die Geschichte von Juden zu ergründen, die nach 1946 zurück nach Deutschland kamen.

Veranstalter: Jüdischer Nationalfonds (Israels führende gemeinnützige Umweltorganisation für Aufforstung und Wassermanagement), in Kooperation mit dem Lern- und Gedenkort Jawne.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Tal Kaizman, telefonisch unter (0160) 93 778 778 oder per E-Mail: tal@jnf-kkl.de.


Tamar und Harry Dreifuss

»Das werde ich nie vergessen...«

Tamar und Harry Dreifuss über Erinnerung und Zeitzeugenschaft

Zum Zeitzeugengespräch mit begleitender Ausstellung laden wir Sie herzlich ein.

Sonntag, 10. April 2016, 16.00 Uhr
Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstraße 26, 50667 Köln

Moderation: Philine Lissner und Viola Steiner-Lechner, Universität Düsseldorf

Tamar und Harry Dreifuss sind Zeitzeugen und Überlebende des Holocaust. Zwischen 1935 und 1948 kamen beide auf unterschiedlichen Wegen nach Israel und zogen später gemeinsam nach Deutschland.

In einem moderierten Gespräch werden Tamar und Harry Dreifuss über ihre Leben zwischen Europa und Israel sprechen. Harry Dreifuss wird zudem einen Kurzfilm zeigen, den er 1962 über seine Remigration nach Deutschland gemacht hat.

Teil unserer Veranstaltung ist eine Ausstellung mit Fotos aus dem Privatarchiv von Tamar und Harry Dreifuss und Zeichnungen verschiedener Künstlerinnen und Künstler.


Gedenkstunde für die deportierten und ermordeten jüdischen Kinder und Jugendlichen aus Köln

Am Mittwoch, 27. Januar 2016, dem Holocaustgedenktag, findet auch in diesem Jahr am Löwenbrunnen eine Gedenkstunde für die deportierten und ermordeten jüdischen Kinder und Jugendlichen aus Köln statt. Dazu laden die Synagogen-Gemeinde Köln, das Katholische Stadtdekanat und der Evangelische Kirchenverband Köln und Region gemeinsam mit dem Arbeitskreis Lern- und Gedenkort Jawne ein. Der Löwenbrunnen, der am Ort des ehemaligen jüdischen Gymnasiums Jawne steht, trägt die Namen von über 1160 deportierten und ermordeten jüdischen Kindern und Jugendlichen aus Köln und ist daher ein wichtiger Ort des Erinnerns. Besonders wichtig ist die Einbeziehung von SchülerInnen in die Erinnerungsarbeit, daher wird die Gedenkstunde von Siebtklässlern der Gesamtschule Mechernich und der Realschule Hackenbroich mitgestaltet. Auch Grundschülerinnen und -schüler der Olympis-Grundschule in Köln bringen sich mit einem Beitrag ein. Die Gedenkstunde beginnt um 12.30 Uhr und endet zwischen 13.30 und 14.00 Uhr.

Update: Der WDR hat in seiner »Lokalzeit Köln« einen kurzen Beitrag zur Gedenkstunde gesendet. Hier ist er zu sehen.


Am 24. Oktober 2015 beteiligt sich der Lern- und Gedenkort Jawne wieder an der Kölner Museumsnacht (www.museumsnacht-koeln.de), auch in diesem Jahr mit einem spannenden Programm um 21, 22 und 23 Uhr. Wir laden herzlich ein!


Wir landeten noch in Cypern und darauf – hurra – in Erez Jisrael...
Kommentierte Lesung aus den Tagebüchern der Jawne-Schülerin Hanna Maass

Als die Jawne-Schülerin Hanna Maass im Juni 1933 begann, Tagebuch zu führen, war sie 13 Jahre alt und wohnte mit ihrer Familie am Ubierring 51 in Köln. Ihre liebevollen und detaillierten Aufzeichnungen gewähren einen sehr persönlichen Blick in den Schul- und Familienalltag, aber auch auf die antisemitische Diskriminierung und die Atmosphäre jüdischer Auswanderung im Köln der frühen 1930er Jahre.

Gelesen von Bita Berentzen, kommentiert von Wolfgang Richter.
Beginn: 21 Uhr
Dauer: ca. 30 Minuten


Asasello-Quartett

Die aus Russland, der Schweiz, Polen und Finnland stammenden MusikerInnen des Kölner Asasello-Quartetts haben sich in den vergangenen Jahren durch ihre packende Unmittelbarkeit sowie den selbstverständlichen Umgang mit der Musik der Gegenwart als auch des klassisch-romantischen Repertoires einen hervorragenden Ruf erspielt.

Im Lern- und Gedenkort Jawne präsentiert das Quartett das äußerst selten aufgeführte Streichquartett Nr. 1 von Arthur Lourié aus dem Jahre 1915. Mit diesem gelang ihm damals ein ganz großer Wurf: Es findet ein spannendes und gestenreiches Gespräch zwischen der französischen Moderne (Ravel/Debussy) und dem jungen russischen Futurismus statt.

Arthur Lourié (Naum Israilewitsch Lurja, 1892-1966) wurde als Sohn einer jüdischen Familie in Propoisk geboren. Nach der Revolution von 1917 wirkte Lourié als erster Chef der Musikabteilung des Volkskommissariats für Aufklärung. Weil seine Sympathien dem linken Flügel der Revolution gehörten, geriet er ins Visier der neuen Machthaber und musste Russland im Sommer 1922 verlassen. Danach lebte er in Berlin und Paris. Von dort floh er 1941 vor den Nationalsozialisten in die USA.

Beginn: 22 Uhr
Dauer: ca. 40 Minuten


Oh My God. They Have Black Snow in the United States!
Filmisches Interview mit Manfred Simon (New York City)

Fünf Jahre nach seiner Flucht aus Nazi-Deutschland kehrt Manfred Simon, Sohn einer Kölner Metzger-Familie, im Juni 2014 an den Ort der jüdischen Schule zurück, die er als Kind besuchte. Seine in die Kamera gesprochenen Erinnerungen an eine Kindheit auf der Weidengasse und die Umstände der Flucht in die USA, aber auch seine Gedanken, wenn er den ehemaligen Schulhof heute betritt, sprechen eine bewegende und klare Sprache.

Englisch mit deutschen Untertiteln
Beginn: 23 Uhr
Dauer: ca. 40 Minuten





Feodore Kahn

Die letzte Lehrerin der Jawne hat uns verlassen.
Wir sind sehr traurig.

Feodore Kahn, geb. Joseph
15. Dezember 1909 – 13. Oktober 2015

Feodore Joseph wurde am 15. Dezember 1909 in Trier geboren, wo sie und ihre beiden Schwestern auch das Lyzeum besuchten. Nach einem Studium der Anglistik und Romanistik in Köln, Freiburg und Paris kam »Feo« als junge und schnell sehr beliebte Lehrerin 1934 an das Jüdische Realgymnasium Jawne.

Im August 1938 gelang Feodore Joseph die Emigration nach Großbritannien, wo sie 1939 ihren Kölner Verlobten, den jungen Rechtsanwalt Dr. Leo Kahn, heiratete. Das Paar bekam einen Sohn und eine Tochter. Auch die beiden Schwestern und die Eltern von Feo Kahn konnten sich nach England retten. Eine lange Freundschaft verband das Ehepaar Kahn mit dem auch nach England emigrierten Künstler und Jawne-Lehrer Ludwig Meidner.

Eine Rückkehr nach Deutschland konnte sich Feodore Kahn nach 1945 nicht vorstellen. Aber später besuchte sie hin und wieder ihre frühere Heimat. 1990 kam sie auf Einladung des Ehepaars Corbach zur Eröffnung der Ausstellung »Die Jawne zu Köln«.

Bis zu ihrem Tod lebte Feodore Kahn in ihrem Haus in London. Kinder, Enkel und Urenkel feierten mit ihr im letzten Winter noch ihren 105. Geburtstag.

Wir sind sehr dankbar, dass Feodore Kahn ihre Erinnerungen an die Jawne mit uns geteilt hat. Noch viele Schülerinnen und Schüler, die den heutigen Lernort Jawne besuchen, werden dort die Geschichte einer ganz besonderen Lehrerin erfahren.



Gespräch (Russisch/Deutsch) mit dem ukrainischen Historiker und Zeitzeugen Boris Zabarko

Dienstag, 7. Juli 2015, 18.30 Uhr
im Lern- und Gedenkort Jawne


Boris Zabarko wird unter anderem darüber sprechen, wie der Holocaust in der Sowjetunion ignoriert und das Gedenken an Babi Jar unterdrückt wurde, welche leeren Versprechungen seit der Unabhängigkeit der Ukraine gemacht worden sind und was er über die Glorifizierung von Bandera denkt.

Dr. Boris Zabarko, geb. 1935, lebt in Kiew. Er ist Überlebender des Ghettos Schargorod. Nach dem Krieg studierte er an der Universität von Czernowitz Geschichte. Seit 2004 ist er Präsident der ukrainischen Vereinigung jüdischer ehemaliger Häftlinge der Ghettos und nationalsozialistischen Konzentrationslager. Er sammelt und veröffentlicht die Berichte der Ghetto-Überlebenden der Ukraine. 2004 erschien in Deutschland der Erinnerungsband „Nur wir haben überlebt“ Im Oktober 2009 wurde er für seine Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.



Ludwig Meidner. Der heißeste Krater einer vulkanischen Epoche

Vortrag von Erik Riedel (Frankfurt am Main)
am Dienstag, den 19. Mai 2015 um 18.30 Uhr
im Lern- und Gedenkort Jawne

anlässlich der Wiedereröffnung der Ausstellung „HORCHER IN DIE ZEIT – Ludwig Meidner, Expressionist, Zeichenlehrer an der Jawne“

Der Maler, Zeichner und Dichter Ludwig Meidner ist vor allem wegen seiner „Apokalyptischen Landschaften“ bekannt. Diese gemalten Katastrophenszenarien und Weltuntergangsvisionen, die bereits ab 1912 entstanden, wurden (nicht nur von Meidner selbst) als Vorahnungen des Ersten Weltkriegs interpretiert. Als expressionistischer Zeichner und Grafiker porträtierte er zahlreiche Dichter und Intellektuelle der Berliner Kulturszene und schuf Illustrationen für Bücher und Zeitschriften.

Nach dem Ersten Weltkrieg wandte er sich der jüdischen Religion zu und proklamierte seinen „Gang in die Stille“ – so der Titel seines 1929 erschienen Bandes mit autobiographischer Kurzprosa. Durch die Nationalsozialisten wurde er als „entartet“ verfemt und nahm, um dem steigenden antisemitischen Druck in Berlin zu entgehen, eine Stelle als Zeichenlehrer am jüdischen Reformrealgymnasium Jawne in Köln an. Buchstäblich in letzter Sekunde, im August 1939, emigrierte Meidner nach England. Nach der Rückkehr aus dem Exil war Meidner beinahe vergessen, und es sollte noch Jahrzehnte dauern, bis sein Werk wieder angemessen gewürdigt wurde.

Der Vortrag stellt Leben und Werk dieses faszinierenden Künstlers vor, den der Kunstkritiker Willi Wolfradt treffend als den „heißesten Krater der vulkanischen Epoche“ des Expressionismus charakterisierte.

Erik Riedel ist Kunsthistoriker und Kurator des Ludwig Meidner-Archivs am Jüdischen Museum Frankfurt, das den künstlerischen Nachlass Meidners betreut.