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Dokumentationsprojekt Leftovers

Wolfgang Richter im Gespräch mit dem ehemaligen Jawne-Schüler Arno Kahn (Jahrgang 1915) in seiner Wohnung in Manhattan. Dabei Ehefrau Helene und Tochter Karen. Foto: Tim Ehlich

Die ehemalige Jawne-Schülerin Ilse Buttenwieser (früher. Ilse Kahn) in Ihrer Wohnung In Manhattan, neben einer Zeichnung der Kölner Synagoge in der Roonstrasse, welche vor dem Krieg von ihrer Mutter angefertigt wurde. Foto: Tim Ehlich

Ruth Roseboom (Jahrgang 1920) in ihrem Garten im New Yorker Stadtteil Jackson Heights.
Foto: W. Richter

Fünf jüdische Kölnerinnen und zwei Kölner erzählen der Kamera, wie sie – als Flüchtlinge oder als Überlebende des Holocaust – unmittelbar nach dem Krieg eine Perspektive in den USA bzw. in New York City gefunden haben.

Obwohl sich nur wenige von ihnen untereinander wirklich kennen, lässt sich über zahlreiche biographische Gemeinsamkeiten sowohl ein Bild jüdischer Kindheit und Jugend im Köln der 1930er Jahre zeichnen, als auch ein Eindruck von “typischen“ Problematiken deutsch-jüdischer Einwanderer bzw. Flüchtlinge im New York jener und späterer Tage gewinnen. Ein wesentlicher Teil der “gemeinsamen Biographie“ wird durch die Geschichte des jüdischen Gymnasiums “Jawne“ abgebildet, das von fünf der sieben portraitierten Personen unterschiedlich lang besucht wurde.

Die Zeit auf “der Jawne“, der Besuch auch anderer Schulen wie auch die Aktivitäten in unterschiedlichen jüdischen Jugendorganisationen spielen in der Erinnerungsperspektive der Interviewten auf das Köln der 30er Jahre eine herausragende Rolle.

Ilse Buttenwieser – eine der Interview-PartnerInnen – trifft sich regelmäßig mit anderen Überlebenden in einem New Yorker Park. Das Grüppchen nennt sich augenzwinkernd “Leftovers“ (engl. für Reste, Überreste – üblicherweise im Zusammenhang mit Überresten einer Mahlzeit…) und hat dem Dokumentations-Projekt seinen Titel verliehen.

2011 konnte ein Trailer fertiggestellt werden. 2013 werden die Filmsequenzen in Bild-Ton-Stationen im Lern- und Gedenkort Jawne zu sehen sein.