Home  ·  Pädagogik  ·  Spurensuche Kl. 3-6

Spurensuche auf dem Schulhof der Jawne

Jaqui auf der Straße
Felix-Nussbaum-Haus Osnabrück

Hurra! Die Glocke bimmelt. Die Schule ist aus. Schnell werden die Schulsachen gepackt und dann geht’s ab nach Hause. Auf einem Foto im Lernort freuen sich Schüler des jüdischen Gymnasiums Jawne, dass der Unterricht zu Ende ist. Die Jungen tragen kurze Hosen und Schirmkappen. Solch eine Kleidung war früher sehr modern. Das Bild ist 1932 aufgenommen, also fast 80 Jahre alt.

Wie war das Leben der jüdischen Kinder in dieser Zeit? Behutsam nähern wir uns diesem schwierigen Thema über ein Bild des jüdischen Künstlers Felix Nußbaum, das einen einsamen jüdischen Jungen mit gelbem Stern zeigt. Wir erkunden, was sein Leben schwer macht (antijüdische Gesetze) und beziehen dies auf den Schulalltag in der Jawne. Wir lesen auch Berichte von Schülern der Jawne, die von Ausgrenzung zeugen.
Nach Absprache und Zeitrahmen kann auf die Arbeit mit dem Bild und den antijüdischen Gesetzen bzw. auf die Spurensuche mehr oder weniger Zeit verwendet werden.

Jahrgangsstufe / Altersgruppe: Grundschule, Förderschule, Sekundarstufe (Kl. 3-6)
wünschenswerte Vorbereitung: Vorkenntnisse zum Thema Nationalsozialismus
Mögliche Arbeitsschritte:
1. Einstieg über ein Bild von Felix Nußbaum
2. Einführung in den schwierigen Alltag jüdischer Kinder in den 30er Jahren
3. Einführung Geschichte der Jawne
4. Spurensuche in Arbeitsgruppen mit Forschungsbögen auf dem Außengelände
5. Vertiefung Geschichte der Jawne
Zeitaufwand: 1,5 bis 3 Zeitstunden
Gruppengröße: bis 30 Schülerinnen und Schüler
Kosten: 1 Euro pro Schüler