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Leitbild

Fensterentwurf der Jawne

Henry Gruen, ehemaliger Schüler der Jawne und Mitglied des Arbeitskreises des Lern- und Gedenkorts Jawne (2009)

Gedenkstunde am 27.01.2010

Arbeitskreis des Lern- und Gedenkorts Jawne (2011)

Der Lern- und Gedenkort Jawne ist ein Ort des Gedenkens an die Schoa und der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit, aber er ist auch ein Ort der lebendigen Erinnerung und der Gegenwart. Mit seinen pädagogischen Angeboten richtet er sich insbesondere an SchülerInnen aus Köln und Nordrhein-Westfalen, darüber hinaus an alle Interessierte im In- und Ausland.

Die Geschichte einer jüdischen Schule bietet gerade Kindern und Jugendlichen einen Zugang zur deutsch-jüdischen Geschichte des 19., 20. und 21. Jahrhunderts. Die Beschäftigung mit der Lebenswelt von SchülerInnen, die Anknüpfungspunkte an die Erfahrungen der Jugendlichen bietet und Identifikationsmöglichkeiten schafft, erleichtert den Erwerb von Fachkenntnissen; sie ermöglicht zugleich Empathie und Verständnis.

Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Jawne soll sensibel und kritisch gegenüber Antisemitismus machen. Sie soll dazu anregen, über die Anerkennung kultureller und religiöser Differenz in Vergangenheit und Gegenwart nachzudenken und interkulturelle Kompetenz zu erwerben.

Ehemalige Schülerinnen und Schüler der Jawne kommen heute aus aller Welt, um den Lern- und Gedenkort Jawne zu besuchen und ihren Familien den Ort ihrer ehemaligen Schule zu zeigen. Dass durch diese internationalen Begegnungen und durch den Austausch mit der zweiten und dritten Generation neue Brücken für die Zukunft entstehen, ist uns ein besonderes Anliegen.

Der Arbeitskreis Lern- und Gedenkort Jawne, der die kleine Gedenkstätte auf ehrenamtlicher Basis betreut, ist offen für neue Mitglieder, die auf der Grundlage dieser Leitlinien mitarbeiten möchten.