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Lern- und Gedenkort

Schulgebäude der Jawne 1937

Schulschluss 1932

An der St.-Apern-Straße 29–31 befand sich von 1884 bis 1942 eines der Zentren jüdischen Lebens und Lernens in Köln.

Neben einer Synagoge gehörten ein Lehrerseminar mit einer jüdischen Volksschule sowie seit 1919 das private jüdische Reform-Realgymnasium Jawne – das erste und bisher einzige jüdische Gymnasium im Rheinland – dazu. Heute ist an dieser Stelle der „Lern- und Gedenkort Jawne“, der die Geschichte der Schule und seiner Schülerinnen und Schüler lebendig hält.

Die Erinnerung an den historischen Ort geht zurück auf die Initiative des Kölner Ehepaars Dieter Corbach und Irene Corbach, geb. Fleschmann, die sich seit den 1980er Jahren durch historische Forschung, Veröffentlichungen und pädagogische Arbeit mit der NS-Zeit in Köln auseinandersetzten. Dieter und Irene Corbach knüpften ein Netzwerk von Kontakten zu früheren Schülerinnen und Schülern der Jawne in aller Welt. Sie sammelten Berichte, historische Fotos und Dokumente.

Heute führt der Arbeitskreis „Lern- und Gedenkort Jawne“ in einem Galerieraum am historischen Ort diese Arbeit durch Ausstellungen, pädagogische Projekte sowie Kultur- und Gedenkveranstaltungen fort.